Vorbericht

Der TVB will die Bilanz gegen die HSG Wetzlar aufpolieren

Liebe Handballfreunde,

zu heutigen Spiel in der DKB Handball Bundesliga heißt sie der TVB Stuttgart herzlich willkommen. Begrüßen wollen hier in der SCHARRena auch die Mannschaft der HSG Wetzlar und die Anhänger des Teams aus Mittelhessen. Grüß Gott sagen wir auch den beiden Schiedsrichtern der heutigen Partie. Wir wünschen ihnen ein glückliches Händchen und „gut Pfiff“.

Im ersten Heimspiel der neuen Saison erwiesen sich die Rhein-Neckar Löwen als der erwartet starke Gegner und nahmen beim 20:26 verdient die zwei Punkte mit nach Nordbaden. Trainer Nikolaj Jacobsen zeigte sich hinterher sehr zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft in der Stuttgarter Porsche Arena. „Wenn man acht Minuten vor Schluss auswärts mit acht Toren führt, muss man zufrieden sein“, so der Löwen-Coach.

Enttäuscht zeigte sich aber TVB-Trainer Jürgen Schweikardt. „Ich hatte mir schon ein besseres Ergebnis erhofft“, gab der Coach der WILD BOYS zu Protokoll und räumte gleichzeitig ein: „Wir haben zu viele Fehler gemacht.“ So etwas wird von den routinierten Nordbadenern, bei denen Andy Schmid wieder gekonnt Regie führte, umgehend bestraft. „Ab morgen läuft bei uns die Vorbereitung auf das wichtige Heimspiel gegen die HSG Wetzlar“, machte Schweikardt aber gleich Werbung in eigener Sache.

Seit seiner Zugehörigkeit zur DKB Handball Bundesliga hat der TVB Stuttgart gegen die Lahnstädter übrigens noch nie gewonnen. 27:28, 20:24, 18:28, 25:33, 26:36, 23:29 lautet die Bilanz gegen diesen Gegner, und im DHB-Pokal der letzten Runde gab es an der Lahn ein 21:24. Auch in der Vorbereitung auf die diesjährige Runde kamen die WILD BOYS beim Sparkassen Cup in Altensteig mit 22:33 gewaltig unter die Räder. „Da wird es jetzt einmal Zeit, dass wir dies ändern“, meint TVB Torwart Johannes „Jogi“ Bitter, dem aber auch klar ist, dass dies kein leichtes Unterfangen ist. Das Ergebnis vom Turnier im Schwarzwald gibt ihm in dieser Hinsicht sicherlich Recht. Allerdings: Der TVB 1898 Stuttgart hatte damals einige Verletzungssorgen und war nur mit einem Rumpfteam am Start. So gesehen war dieses Resultat ein Muster ohne Wert.

Im Spiel heute sind die Karten aber neu gemischt. Während TVB-Coach Jürgen Schweikardt nur zwei Akteure integrieren musste, hatte die HSG Wetzlarimmerhin sieben Spielerwechsel zu verkraften. Sieben Neuzugänge mussten sieben Abgänge ersetzen. Darunter mit Benjamin Buric und Jannik Kohlbacher immerhin zwei Hochkaräter. Der eine (Buric) ging zur SG Flensburg-Handewitt und der andere (Kohlbacher) wechselte zu den Rhein-Neckar Löwen. Aber auch Nikolai Weber, ebenfalls in der letzten Runde Torhüter bei den Mittelhessen, ging zurück zum TV Hüttenberg, seinem alten Verein. Wiedersehen feiern können in Stuttgart übrigens Lenny Rubin und Lukas „Uri“ von Deschwanden, die beide in der letzten Runde noch bei Wacker Thun in der Schweiz unter Vertrag waren. Damit das Saisonziel, frühzeitger Klassenerhalt, nicht gefährdet wird, kommt vor allem Tibor Ivanisevic eine Schlüsselrolle zu. Der serbische Nationaltorhüter kam zur aktuellen Saison aus Dänemark und spielte in der letzten Runde dort in der Champions League. Er tritt in Wetzlar in große Fußstapfen, die Andreas Wolf und Daniel Buric dort hinterlassen haben. Schwer zu ersetzen sein wird wohl auch der deutsche Nationalspieler Jannik Kohlbacher am Kreis.

Somit muss es wohl wieder Trainer Kay Wandschneider, dem auch Stefan Kretzschmar in der HANDBALLWOCHE großen Anteil am Erfolg der Lahnstädter beimisst, richten und die Mittelhessen in der Spur halten. Dies scheint dem Coach auch in der dieser Saison wieder zu gelingen. Im ersten Saisonspiel gab es gegen den starken Aufsteiger SG BBM Bietigheim einen 24:21 Erfolg, den der neue Torhüter Tibor Ivanisevic in kritischen Phasen der Partie mit 15 Paraden festhielt. Hier scheint man an der Lahn auf das richtige „Pferd“ gesetzt zu haben. Am zweiten Spieltag mussten die Mittelhessen beim TBV Lemgo Lippe indes die erste Niederlage hinnehmen. Bis in die Schlussphase hinein führten die Lahnstädter, ehe die Lipper das Spiel noch drehten und mit 25:24 für sich entschieden. Eines scheint nach diesen beiden Partien aber festzustehen. Der TVB Stuttgart trifft am Donnerstag auf eine Mannschaft mit einer starken Abwehr und einem routinierten Torhüter.

Den haben die WILD BOYSin Johannes „Jogi“ Bitter ebenfalls und auch die Abwehr wurde von den Rhein-Neckar Löwen insgesamt nur 26 Mal geknackt. Dies kann sich durchaus sehen lassen.

Wo es bei beiden Teams noch etwas hapert, ist die Durchschlagskraft im Angriff. TVB-Trainer Jürgen Schweikardt: „Wir müssen unsere Fehlerquote im Angriff wesentlich minimieren und noch disziplinierter agieren, dann haben wir im heutigen Heimspiel eine Chance.“ Und er setzt auch wieder auf das Heimpublikum, das das Team auch gegen die Rhein-Neckar Löwen sehr gut unterstützt hat. „Mit unseren starken Anhängern im Rücken sollte es gegen eine starke HSG Wetzlar zu den ersten zwei Punkten unserer gemeinsamen Bundesliga-Zugehörigkeit reichen“, so Schweikardt.

Freuen Sie sich auf ein spannendes und faires Handballspiel.

Ihr Joachim Gröser

Spielbericht

TVB gewinnt gegen Wetzlar

Fast ein Jahr und eine gefühlte Ewigkeit mussten die Fans des TVB Stuttgart auf einen Heimsieg ihrer Mannschaft warten. Gegen die HSG Wetzlar ist diese seit dem 17.09.2017 anhaltende Negativserie vor heimischem Publikum endlich beendet worden. Der TVB gewinnt gegen die HSG mit 30:28.

Der TVB Stuttgart hatte noch die eine oder andere Rechnung mit der Mannschaft aus Wetzlar offen, denn bis zur heutigen Begegnung konnte der TVB keinen Punkt aus einem Bundesligaspiel gegen die HSG mitnehmen.
Von Beginn an gelingt es den Hausherren, sich Stück für Stück von der HSG abzusetzen. Besonders an der kompakt stehenden und aggressiv agierenden Abwehr des TVB Stuttgart beißen sich die Gäste anfangs die Zähne aus. Das zwischenzeitliche 14:8 durch Robert Markotić kurz vor der Halbzeitpause ist die höchste Führung des Spiels.

Diese Überlegenheit ging dem TVB auf Grund technischer Fehler und fahrlässiger Abschlüsse zu Beginn der zweiten Hälfte verloren und so ging Wetzlar in der 45. Minute zum ersten Mal in Führung – Der Beginn einer nervenaufreibenden Schlussphase. In dieser behielt vor allem Spielmacher Michael Kraus die Nerven. Sein verwandelter 7-Meter und der anschließende Fehlwurf der Gäste aus Wetzlar brachten die Entscheidung. Zum Einen gewinnt der TVB Stuttgart erstmals gegen die HSG Wetzlar und beendet zum Anderen die negative Heimspielserie.

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