Zum letzten Auswärtsspiel nach Remshalden

Männer: SV Remshalden (14. Platz, 9:43 Punkte) – TV Bittenfeld II (6. Platz, 29:23 Punkte; Sonntag, 17 Uhr).

In der Vorrunde steckten die Oberliga-Handballer der SV Remshalden in Bittenfeld eine 23:42-Klatsche ein. Zwar steht die SVR inzwischen als Absteiger fest. Dennoch ist im zweiten und vorläufig letzten Derby gegen den TVB II kein weiteres Debakel zu erwarten: Zuletzt präsentierte sich Remshalden stark, außerdem will sich der Gastgeber mit einer Topleistung von seinen Fans verabschieden.

Die Remshaldener haben lange Zeit gehabt, um sich auf das Derby vorzubereiten. Am 6. April fand das bisher letzte Punktspiel gegen den Tabellendritten Köndringen statt. Das verlor die SVR nach insgesamt hervorragender Leistung genauso mit einem Tor (29:30) wie zuvor schon das Heimspiel gegen Spitzenreiter Blaustein (33:34). Sehr schade sei das gewesen, sagt Coach Alexandr Prasolov. Vor allem angesichts der Voraussetzungen: „Wir hatten in Köndringen inklusive Leuten aus der zweiten Mannschaft nur zehn Feldspieler mit dabei. Deshalb war ich von unserem Auftritt positiv überrascht.“ Noch sechs Minuten vor Schluss führte die SVR mit fünf Toren. „Aber dann waren wir ein bisschen unkonzentriert. Und die Köndringer Mannschaft hat gezeigt, dass sie Drittligaerfahrung hat.“Somit wartet Remshalden immer noch auf den zehnten Saisonpunkt. Positives gibt’s aber endlich mal wieder in Sachen Personal zu vermelden: Dank der langen Spielpause ist der Kader komplett. Und bereit, dem Favoriten Bittenfeld II im vorläufig letzten Oberliga-Heimspiel in der Stegwiesenhalle Geradstetten die Punkte abzuknöpfen. „Wir wollen uns bei den Zuschauern bedanken und zeigen, dass unsere letzten Spiele kein Zufall waren. Ich hoffe, dass wir unsere Leistung bringen.“ Prasolov fügt schmunzelnd hinzu: „Wenn wir die Punkte kriegen, ist es auch nicht schlecht.“

Derbygegner TVB II präsentierte sich vor der Osterpause allerdings ebenfalls stark. Im Heimspiel verlangte er dem Tabellenführer Blaustein beim 31:34 alles ab. „Wir haben 45 Minuten einen sehr guten Handball gespielt“, lobt Coach Thomas Randi seine Mannschaft. Es sei eine ärgerliche Niederlage gewesen. Der Faden sei gerissen, als Alexander Bischoff, vorausgegangen war eine umstrittene Szene, seine dritte Zeitstrafe und damit Rot kassierte – und wegen Meckerns gleich noch eine weitere aufgebrummt bekam. Damit musste Bittenfeld, das zu diesem Zeitpunkt mit einem Tor führte, vier Minuten lang in Unterzahl bestreiten. „Blaustein hat das clever genutzt und verdient gewonnen.“ Und gezeigt, warum es die Tabelle anführt.Zwar geht es auch für den TVB um nichts mehr. Trotzdem lautet das Ziel freilich, die verbleibenden beiden Partien zu gewinnen. Vom 42:23-Kantersieg gegen die SVR aus der Vorrunde will sich Randi nicht blenden lassen. Denn in der musste der Gegner verletzungsbedingt ohne Marian Rascher auskommen. „Und jetzt sieht man, wie wichtig er in der Mitte ist. Remshalden war sehr, sehr gut in den letzten Spielen.“ Randi erwartet ein umkämpftes Derby und hofft, „dass wir unsere Favoritenrolle bestätigen“. Fraglich beim TVB II ist der Einsatz von Florian Burmeister (Pferdekuss).

 

Quelle: Waiblinger Kreiszeitung