Rollen im Derby klar verteilt

Nach der Durststrecke ist der TVB II wieder im Aufwind. Das 37:30 beim Tabellenführer TSV Blaustein war der zweite Sieg nacheinander. Als „ungewöhnlich“ bezeichnet Trainer Thomas Randi die Partie. „In den ersten 20 Minuten hatten wir in der Abwehr überhaupt keinen Zugriff, und im Angriff haben wir mit viel zu wenig Bewegung gespielt. Das war erschreckend.“ Mit 8:15 lag der TVB II zurück. Doch nach der Roten Karte gegen Nick Haspinger sei ein Ruck durch die Mannschaft gegangen. Der eingewechselte U-18-Keeper Sebastian Rico-Kovac hielt überragend und kassierte bis zur Pause kein Tor. Auch deshalb führte der TVB II zur Halbzeit mit 16:15. Das Team ließ auch danach nicht locker, während bei Blaustein die Kräfte schwanden.

Auf dem Papier ist Bittenfeld nun im Derby in der heimischen Gemeindehalle klarer Favorit. Doch unterschätzt werden dürfe Remshalden trotz bislang nur zweier Punkte auf keinen Fall, so Randi. Die SVR komme langsam besser in die Saison und werde noch ihre Punkte holen. Zudem sei Trainer Alexandr Prasolov „mit Sicherheit ein Fuchs, der die Mannschaft richtig einstellen wird“. Bittenfeld müsse voll motiviert in die Partie gehen. „Mit 80 Prozent erreicht man in dieser Liga gar nichts.“ Der TVB II wird mit demselben Kader antreten wie in Blaustein.

Gegner Remshalden hatte zuletzt spielfrei, davor war die Partie gegen Köndringen mit 25:32 verloren gegangen. Prasolov ist nach wie vor enttäuscht: „In der ersten Halbzeit haben wir nicht gezeigt, was wir können.“ In der zweiten sei es zwar besser gelaufen, doch ein Rückstand von zeitweise elf Toren war nicht mehr aufzuholen. Trotz der schlimmen Vorrunde sei die Stimmung im Team aber immer noch gut. „Wir machen uns keine großen Sorgen, sondern trainieren ganz ruhig.“ Und die Vereinsführung lasse das Team ebenso ruhig weiterarbeiten. Realistisch sieht Prasolov die Chancen im Derby. Der TVB II sei mit seinen Ex-Bundesligaspielern und dank der guten Jugend kein typisches Aufstiegsteam. „Ich war überrascht, dass er ein paar Spiele verloren hat.“ Andererseits sollte das den Remshaldenern Mut machen: Unschlagbar ist Bittenfeld II nicht. Und: „Ein Derby ist ein besonderes Spiel und eine Motivation für meine Mannschaft. Wir fahren da hin, um einen guten Kampf zu zeigen.“ Fehlen bei der SVR wird außer Marian Rascher (verletzt) studienbedingt auch Carsten Röhrle.

Quelle: Waiblinger Kreiszeitung