TVB ist chancenlos im letzten Heimspiel

„In Summe hat uns hintenraus die Kraft gefehlt und auch die mentale Stärke“, bilanzierte Jürgen Schweikardt nach der Niederlage des TVB 1899 Stuttgart gegen die HSG Wetzlar auf der Pressekonferenz. Die Gastgeber, die den vierzehnten Tabellenplatz bereits vor der Partie sicher hatten und kurz vor dem Anwurf den Verbleib von Schweikardt auf dem Trainerposten vermeldet hatten, kamen die HSG Wetzlar überraschend deutlich unter die Räder. Früh zogen die Hessen davon und sicherten sich mit dem 36:26 die anvisierten dreißig Punkte, die in dieser Saison den elften Tabellenplatz bedeuten.

Hatten die Stuttgarter und die 2.251 Zuschauer in der Scharrena auf einen entspannten Saisonausklang gehofft, so machte der Gast aus Wetzlar diesen einen Strich durch die Rechnung. Von der ersten Minute an zeigte sich die Mannschaft von Kai Wandschneider höchst konzentriert, nach einer ersten Parade von Benjamin Buric sorgte Stefan Cavor für den ersten Treffer und Kristian Björnsen, Kasper Kvist und wieder Björnsen sorgten für ein schnelles 4:0.

Der Grundstein für die frühe Führung waren eine bewegliche Deckung und ein starker Benjamin Buric. Der erste Treffer der Hausherren gelang Manuel Späth erst nach über sieben Minuten, den Ton aber gaben weiterhin die Gäste an. Stefan Cavor war erneut zur Stelle, immer wieder rissen die Wetzlarer im Positionsangriff Lücken in die Stuttgarter Deckung. Anton Lindskog legte das 7:1 nach, perfekte erste zehn Minuten für die Wetzlarer.

Vier Treffer von Michael Kraus schienen die Gastgeber langsam ins Spiel zu bringen, die Antwort der Wetzlarer ließ aber jeweils nicht lange auf sich warten. Nach dem 10:5 des Weltmeisters folgte sogar wieder eine Dreier-Serie, mit dem 13:5 durch Anton Lindskog war der Abstand nach siebzehn Minuten bereits auf acht Tore angewachsen. Die Stuttgarter Offensive kam langsam auf Betriebstemperatur, aber auch bei Wetzlar blieb die Ausbeute hoch. Mit einer weiteren Dreier-Serie zum Ende des ersten Abschnitts stellten die Gäste zur Pause dann sogar auf 20:11.

Direkt nach Wiederbeginn sorgte Stefan Cavor mit dem 21:11 für den ersten zweistelligen Abstand, für die Gastgeber ging es längst um Schadensbegrenzung. Paraden von Jonas Maier halfen den Stuttgartern, die die Differenz wieder in den einstelligen Bereich schieben konnten. Beim 24:17 hatten die Hausherren zehn Minuten nach Wiederbeginn auf sieben Tore verkürzt, eine ernsthafte Aufholjagd konnten sie aber nicht starten – näher ließ Wetzlar den Konkurrenten nicht heran. Es entwickelte sich ein unterhaltsamer Schlagabtausch mit einigen sehenswerten Treffern auf beiden Seiten.

Der Abstand schwankte in der Folge zwischen sieben und neun Toren, bevor Miroslav Volentics sieben Minuten vor dem Ende mit dem 33:23 wieder für eine Differenz von zehn Treffern sorgte. Die Wetzlarer hatten unterdessen längst durchgewechselt, Kai Wandschneider schickte beispielsweise die Junioren-Nationalspieler Till Klimpke und Hendrik Schreiber auf das Parkett: Klimpke parierte unter anderem einen Siebenmeter, Hendrik Schreiber setzte einen Treffer auf dem Weg zum 36:26-Erfolg.

Quelle: www.handball-world.news