Kapitän Baumgarten im Portrait

Bis zu deinem 15. Lebensjahr warst Du als Schwimmer aktiv – was waren die ausschlaggebenden Gründe sich doch für den Handball zu entscheiden?

Es ist irgendwann zu viel geworden – Schwimmen in der Bundesliga erfordert wie jeder andere Leistungssport intensives Training. Neben den 6-7 Schwimmeinheiten in der Woche gab es noch 3-4 Handballeinheiten. An den Wochenenden kollidierten dann öfters Spiele und Schwimmwettkämpfe, sodass eine Entscheidung hermusste. Jeden Tag alleine im Schwimmbad „Kacheln zählen“ ist mir auf Dauer zu langweilig geworden. Außerdem hört man beim Schwimmen die Fans so gut wie gar nicht.

 

Wie bewertest Du den neuen TV-Vertrag und die damit verbundenen Änderungen im Bezug auf die neuen Anwurfzeiten – was hat sich für euch als Team geändert?

Auch wenn es nach wie vor ein wenig ungewohnt ist bereits um 12.30 Uhr zu spielen, ist es in meinen Augen ein Vorteil das man nun versucht den Spielplan zu vereinheitlichen. Geändert hat sich für uns als Mannschaft, dass wir nun vor Heimspielen gemeinsam frühstücken und zu den Auswärtsspielen am Sonntag immer einen Tag früher anreisen „dürfen“.

 

Ist eine Englische Woche eher Fluch oder Segen?

Da wir als Mannschaft nicht International spielen ist es für uns nicht ganz so schlimm. Die Belastung ist dennoch sehr hoch in einer Englischen Woche. Man sollte sich grundsätzlich Gedanken machen, wie man die Saison plant. In manchen Monaten kommt es zu mehreren spielfreien Wochen, sodass die Saison am Ende 11 Monate dauert, weil man sich in der Planung zwischen Bundesliga und den Internationalen Verbänden nicht einig wird.

 

Wie wichtig ist Dir als Mannschaftskapitän die Kommunikation mit den Fans?

Die Kommunikation und die Fannähe sollte jedem wichtig sein – egal in welcher Sportart. Nicht nur als Kapitän ist es wichtig Fannähe zu zeigen, denn Sport lebt durch seine Fans und deren Support. -> Hervorheben: „Der Sport lebt durch seine Fans und deren Support“

 

Hast Du einen Lieblingsmoment in der SCHARRena?

Ja, wenn wir nach einem gewonnenen Spiel im Siegeskreis umherhüpfen 🙂

 

Gibt es Rituale, die Du vor jeder Partie einhältst?

Ich habe keine besonderen Rituale.

 

Simon mal anders:

 

Sissler: Mein Spitzname den ich seit 14 Jahre habe. Der Spitzname Baumi wie ich bis zum Wechsel zum TVB genannt wurde, war bereits an meinen damaligen Mitspieler Jens Baumbach vergeben. Mario Hoppe war dann so frei und mir einen neuen Spitznamen verpasst.

 

Instagram: In der heutigen Zeit, wo sich sehr viel online abspielt eine gute Geschichte, um Fans und Freunde an seinem Leben etwas teilhaben zu lassen.

 

Mannschaftskapitän: Eine sehr große Ehre und Freude für mich, die allerdings nicht selbstverständlich ist. Sie zeigt mir aber meinen Stellenwert in der Mannschaft und das Vertrauen das mir entgegengebracht wird.

 

Ozean: Blauer Marlin Ein Traum jedes Anglers und als passionierter Angler auch einer meiner Träume. Ein Unglaublich großer und Kampfstarker Fisch der im Atlantik oder Indopazifik lebt und bis zu 550 kg schwer und 4m lang werden kann. Der Raubfisch zeichnet sich besonders durch seine Geschwindigkeit aus, die er im Wasser erreichen kann und sein am Kopf befindliches „Schwert“ aus.

 

Nebenjob: Neben dem Handball arbeite ich in meinem eigenen Betrieb, dem Bewegungsmuster in Fellbach. Unser Microstudio bietet neben Kleingruppentraining auch Physiotherapie an. Mein Kollege Timo Kalbantner, aktueller ATP World Tour (Tennis Weltverband) Physio, deckt diesen Bereich ab, während ich mich um das Training kümmere.

 

 

Traum7:

TW: Jogi Bitter

KM: Gueric Kervadec

RM: Magnus Wieslander

RL: Nikola Karabatic

LA: Uwe Gensheimer

RR: Kim Anderson

RA: Jan Filip