Im Portrait: Marian Orlowski

Marian Orlowski kam 2016 aus der 2. Liga zum TVB und fand sich in der stärksten Liga der Welt sofort zu recht! Er war mit ein Garant, dass die WILD BOYS in der vergangenen Saison den Klassenerhalt erreicht hat. Nun spricht er im Interview über seine Anfangszeit in Gummersbach, beim TVB Stuttgart und die Wildsau Attacken von Teamkollege Mimi Kraus.

 

Marian, bis 2012 bist Du für den VfL Gummersbach aufgelaufen – kommen da nochmal Erinnerungen hoch?

Ja natürlich! Es war eine tolle Zeit! Dort ist für mich der Traum Bundesliga erst konkret entstanden. In der Handballakademie habe ich viel gelernt, nicht nur handballerisch, sondern auch, was an Einsatz, Biss und Durchhaltevermögen nötig ist, um nach vorne zu kommen. Besonders gerne erinnere ich mich an meine letzte Saison beim VfL zurück, in der ich täglich mit den Profis trainieren durfte und die wir mit der deutschen Vizemeisterschaft der A-Jugend fast perfekt abgeschlossen haben!

 

Beim VfL stand am Ende nur ein Kurzeinsatz in der Bundesliga zu Buche. Mittlerweile hast Du über 36 Bundesligaspiele bestritten und bist eine wichtige Stütze im Rückraum der WILD BOYS – welches Zwischenfazit ziehst Du?

Ich muss sagen, dass die Umstellung von der 2. Liga auf die 1. Liga zu Beginn sehr groß war.

Umso glücklicher bin ich, dass ich gerade zum Ende der vergangenen Saison die Sicherheit gefunden und Verantwortung übernommen habe. Der Klassenerhalt war sicher für uns alle grandios, aber wird noch wertvoller, wenn man selbst einen Teil dazu beitragen konnte. Ich persönlich bin auch einfach dankbar, dass ich endlich mal eine Saison ohne Verletzung durchspielen konnte. Jetzt gilt es für mich gesund zu bleiben und an diese Leistung anzuknüpfen.

 

Was erwartest Du von dem heutigen Spiel gegen Gummersbach? Was müsst Ihr investieren, damit Ihr das zweite Heimspiel in Folge gewinnt?

Wie in jedem Spiel wird es auch heute alles andere als einfach! Der VfL braucht den Sieg genauso sehr wie wir. Ich denke, dass wir den Grundstein wieder in der Abwehr legen müssen. Im Spiel nach vorne brauchen wir Tempo und weniger leichte Fehler als zuletzt.

 

Marian Orlowski und Stuttgart. Das passt. Warum?

Ich fühle mich wirklich sehr wohl hier! Die Jungs im Team sind alle cool und wir haben unglaublich viel Spaß zusammen. Ich finde es super, dass die Fans so handballverrückt sind. Außerdem mag ich die Stadt Stuttgart sehr, hier ist immer etwas los.

 

Im Trainingslager bist Du des Öfteren Opfer von den Attacken der „Wildsau Kraus“ geworden. Hattest du mittlerweile die Chance Dich zu revanchieren oder tüftelst Du noch an einem Plan?

Er hat mich wirklich immer wieder erwischt und das obwohl er es teilweise ein paar Stunden vorher angekündigt hatte! Nein, die Revanche gab es noch nicht, aber der Plan ist so gut wie fertig. Wenn alles dann nach Plan läuft, wird seine Reaktion auf jeden Fall unbezahlbar sein!

 

Mit welchem Profisportler würdest Du gerne einmal die Rollen tauschen?

Sehr gute Frage! Für einen Tag würde ich gerne mit dem Basketball-Star LeBron James tauschen. Er ist ein unglaublicher Sportler. Außerdem will ich wissen, wie es sich anfühlt mal so hoch springen zu können! 🙂

 

Womit lenkst Du dich am besten vom Handball ab?

Am besten entspannen kann ich mit Musik oder einem guten Kaffee mit Freunden. Es tut gut mal andere Gesprächsthemen als den Handball zu haben.

 

Schauen wir in die Zukunft – verfolgst Du schon konkrete Pläne für die Zeit nach deiner aktiven Karriere?

Ich studiere Psychologie. In welche genaue Richtung ich dort gehen möchte, werde ich im Laufe des Studiums erkennen. Natürlich möchte ich auch in irgendeiner Form dem Handball verbunden bleiben. Das zu verknüpfen wird sicher spannend!

 

Marian mal anders:

Markus Baur: Ich komme mit Schorsch sehr gut klar und er stellt uns jedes Mal perfekt auf den Gegner ein. Im Spiel hat uns noch nie etwas überrascht. Er ist sehr ehrgeizig, nicht nur wenn es um Handball geht, sondern auch wenn er uns in anderen Spielen wie Basketball oder Fußballtennis herausfordert.

 

ASV Hamm-Westfalen: Der ASV war mit 19 Jahren meine erste Station im Profihandball. Die vier Jahre dort waren nicht einfach, ich musste mich von schweren Verletzungen immer wieder zurückkämpfen. Jetzt bin ich sehr froh, dass ich den Sprung in die erste Liga nach Stuttgart geschafft habe.

 

Reisen: Es gibt viele Orte, die ich gerne mal besuchen möchte. Bisher habe ich erst einmal Europa verlassen, aber das werde ich sicher nachholen! Ein Traum ist nach wie vor ein Road Trip durch die USA.

 

Internet: Ohne Internet geht heute ja quasi gar nichts mehr! Durch soziale Netzwerke ist es einfacher Kontakte aufrechtzuerhalten. Als ich neu hier in Stuttgart war, hat es mir sehr geholfen mich zurechtzufinden.

 

Arbeit: Man muss sagen, dass ich einen echten Traumjob habe! Damit Geld zu verdienen, was man schon immer am allerliebsten gemacht hat, ist der Wahnsinn!

 

Nationalmannschaft: Ich denke jeder Spieler träumt davon das Nationaltrikot zu tragen, genau wie ich! Nur macht es meiner Ansicht nach keinen Sinn viel darüber nachzudenken. Zuerst muss die Leistung im Verein stimmen!

 

Marian´s Traum7:

TW: Arpad Šterbik

KM: Bjarte Myrhol

RM: Ivano Balić

RL: Mikkel Hansen

LA: Lars Christiansen

RR: Kim Andersson

RA: Lasse Svan