Füchse schlagen die WILD BOYS

In einer umkämpften Partie setzten sich die Füchse Berlin am Ende mit 26:24 (14:14) gegen den TVB 1898 Stuttgart durch. Nach anfänglichen Schwierigkeiten, wussten die Berliner in der Schlussphase zu überzeugen und bleiben somit weiter ohne Minuspunkt. Beste Werfer ihrer Teams waren Fabian Wiede und Petar Nenadic mit jeweils sechs und Michael Kraus mit acht Treffern.

Personell stark angeschlagen gingen die Füchse Berlin in die Partie gegen den TVB 1898 Stuttgart. Im Rückraum fielen verletzungsbedingt Steffen Fäth, Paul Drux und Marko Kopljar aus, zudem musste Velimir Petkovic noch auf Linksaußen Bjarki Elisson verzichten. Dementsprechend durchwachsen starteten die Berliner in die Begegnung. Der erste Wurfversuch von Petar Nenadic landete neben dem Tor und auf der Gegenseite netzte Michael Kraus direkt ein. Wenig später legte Bobby Schagen vom Siebenmeterpunkt nach. Stuttgart lag beim 0:2 in Führung. Die Berliner taten sich in der Anfangsphase schwer, Lücken in der gegnerischen Abwehr zu finden. Gelang es ihnen doch scheiterten sie jedoch immer wieder an Johannes Bitter im Tor des TVB.

Nach gut fünf Minuten erlöste Petar Nenadic dann sein Team und markierte das erste Füchse-Tor. Nun konnte auch Petr Stochl einige Würfe parieren und so ermöglichte er es den Hauptstädtern nach dem 2:4 zum 4:4 (10.) auzugleichen. Bis zum 6:6 blieb die Partie weiter eng, dann wurde Bitter erneut zum Faktor und Stuttgart konnte auf 6:8 (13.) erhöhen. Petkovic reagierte und zog die Grüne Karte. Die Berliner stellten ihr Angriffsspiel um und agierten nun mit zwei Kreisläufern. Schmidt scheiterte jedoch an Bitter und so erzielte Bobby Schagen erneut vom Punkt das 6:9 (17.).

Die Füchse fanden nun langsam ins Spiel, standen in der Abwehr stabiler, machten für die Stuttgarter die Räume deutlich enger und brachten den Ball vorne im Tor unter. Kevin Struck verkürzte mit zwei Treffern in Folge auf 9:11. Hans Lindberg verwandelte einen Konter und wenig später setzte sich Drago Vukovic, der im linken Rückraum spielte, im Eins-gegen-Eins durch und Lindberg überwand beim nächsten Konter erneut seinen früheren Mannschaftskollegen Johannes Bitter. Damit gingen die Füchse beim 12:11 (24.) erstmals in Führung.

Nun entschied sich auch Markus Baur für eine Auszeit. In der Folge holten sich die Stuttgarter noch in Überzahl die Führung zurück. Dann fielen die Tore auf beiden Seiten im Wechsel. Auf Seiten des TVB 1898 Stuttgart überzeugten vor allem Michael Kraus und Bobby Schagen mit jeweils fünf Treffern. Beim 14:14 ging es dann in die Kabinen.

Auf die Parade von Petr Stochl folgte nur wenige Sekunden nach dem Wiederanpfiff der erneute Führungstreffer durch Petar Nenadic. Als Stefan Salger, der Fabian Wiede nur durch ein Foul stoppen konnte, für zwei Minuten vom Feld musste, konnte die Füchse jedoch kein Kapital aus ihrer Überzahl schlagen. Bobby Schagen glich aus, Wiede brachte die Hauptstadthandballer erneut in Front und dann war es Michael Kraus, der zum 16:16 (34.) einnetzte. Beide Torhüter konnten starke Paraden zeigen, sodass erst nach über zwei Minuten das nächste Tor fiel. Hans Lindberg verwandelte den ersten Siebenmeter der Füchse und machte das 17:16 (36.).

Trotz Unterzahl, Fabian Wiede musste für zwei Minuten auf die Bank, fing Petar Nenadic einen Pass ab und machte per Gegenstoß das 18:16 – die erste Zwei-Tore-Führung der Hausherren. Markus Baur nahm das nächste Time-Out ? mit Erfolg, denn Finn Kretschmar traf und stellte den Anschluss her. Auf der Gegenseite verschaffte sich Erik Schmidt Platz und hielt seine Mannschaft weiter mit zwei Toren vorn. Nach dem 20:18 durch Petar Nenadic erhöhte Fabian Wiede auf 21:18 (43.). Den Drei-Tore-Vorsprung konnten die Berliner halten. Kevin Struck sorgte mit seinem fünften Treffer für das 23:20 (49.). Nach dem 23:21 nutzte Velimir Petkovic die Chance für das nächste Time-Out, um mit seiner Mannschaft die letzten zehn Spielminuten zu besprechen.

Beide Mannschaften kämpften weiter und schenkten sich nichts. Die Berliner behielten aber weiter die Nase vorn, was sie vor allem Petr Stochl zu verdanken hatten, der für seine Mannschaft einen starken Rückhalt bildete. Nach dem 24.21 verpasste es Hans Lindberg in der 56. Minute für die Vorentscheidung zu sorgen und scheiterte vom Siebenmeterpunkt an Johannes Bitter. Manuel Späth verkürzte im Gegenzug auf 24:22. In der Schlussphase spielten die Berliner in einer ungewohnten Angriffsformation. Matthias Zachrisson ging im rechten Rückraum zu Werke, Petar Nenadic spielte auf Halblinks und Fabian Wiede übernahm die Spielmacherposition. Diese Aufstellung zahlte sich aus. Wiede machte das 25:22 und Zachrisson setzte sich auf Halb durch und traf zum 26:23. Den Schlusspunkt zum 26:24 setzte Max Häfner.

 

Quelle: www.handball-world.news