Jogi Bitter bleibt beim TVB

Stuttgart.
Johannes „Jogi“ Bitter bleibt beim TVB 1898 Stuttgart. Das gab der Torhüter am Montag auf einer Pressekonferenz bekannt.

Bitter spielt seit seit Januar 2016 für den TVB spielt. Nun hat er seinen zum Saisonende auslaufenden Vertrag um ein weiteres Jahr bis zum 30. Juni 2018 verlängert. Bitter wird in der kommenden Saison die Rückennummer eins tragen.

Trotz der großen Konkurrenz, die um Bitter buhlte. „Ich denke, ich habe eine ordentliche Saison gespielt“, sagte Bitter. Deshalb sei ihm auch das eine oder andere Angebot vorgelegen. „Ich habe aber offen gesagt, dass ich dazu tendiere, beim TVB zu bleiben, sofern die sportlichen Voraussetzungen passen.“ Deshalb habe er die anderen Angebote relativ schnell ad acta gelegt. Auch, weil ihm der Verein gewisse Freiheiten gewähre, „damit ich bei meiner Familie in Hamburg sein kann“.

Sportlich und als Persönlichkeit bedeutend

„Dass sich Jogi für uns entschieden hat, macht uns sehr stolz“, so Schweikardt. Für den TVB sei Bitters Vertragsverlängerung ein weiterer wichtiger Schritt, zu einer festen Größe in der ersten Liga zu werden. Jeder wisse, wie bedeutend Bitter für den TVB sei – nicht nur sportlich, sondern auch als Persönlichkeit. „Er macht uns alle ein Stück weit besser.“

Bitter erinnerte sich an seine Ankunft in Stuttgart im Januar 2016. „Ich habe mich schnell eingelebt, es hat sich hier gleich gut angefühlt.“ In der vergangenen Saison habe die Mannschaft etwas geschafft, was ihr nur wenige zugetraut hätten. „Das Team hat gezeigt, dass es auch in Drucksituationen funktioniert.“ In der neuen Runde wolle er seinen Teil zur Weiterentwicklung des TVB beitragen.

Der TVB will den Klassenerhalt früher erreichen

Großes Ziel ist Etablierung in der Liga – in kleinen Schritten, wie Jürgen Schweikardt bemerkte. „Schön wäre es, wenn wir in der nächsten Saison nicht so lange um den Ligaverbleib zittern müssten.“ Damit könnte der TVB früher in die Personalplanungen einsteigen für die dann vierte Saison. Noch einmal mit Bitter womöglich?

„Ich befinde mich im sportlichen Herbst der Karriere“, sagte der Torhüter und grinste. Deshalb schaue er von Jahr zu Jahr und plane nicht langfristig. Er liebe den Handball, könne aber nur spielen, wenn er glücklich und zufrieden sei. „Ich habe zwar noch eine Menge vor nach dem Handball, aber von mir aus kann das noch warten.“

Gespräche mit Can Celebi laufen

Nach Bitters Ja-Wort sind die Personalplanungen beim TVB 1898 Stuttgart abgeschlossen – mit einer Ausnahme: Ein Fragezeichen steht hinter Can Celebi, dessen Vertrag mit dem Saisonende auslief. „Die Gespräche mit Can laufen“, so Schweikardt. „Der Ausgang ist absolut offen.“ Celebi lägen andere Angebote vor, er habe zudem eine hohe Affinität zu seiner türkischen Heimat. Sollte Celebi den TVB verlassen, stünden im rechten Rückraum Felix Lobedank und Djibril M’Bengue zur Verfügung – wobei mit der Rückkehr M’Bengues nach dessen Patellasehnen-Operation im Kalenderjahr 2017 nicht mehr zu rechnen ist.

Zum TVB stoßen werden der Torhüter Jonas Maier (TBV Lemgo), Samuel Röthlisberger (Bern), Manuel Späth (FA Göppingen) und Max Häfner (TSB Schwäbisch Gmünd). Aus dem eigenen Perspektivteam rücken Florian Burmeister und Nick Lehmann in den erweiterten Kader.

Am Montag, 10. Juli, ist Trainingsauftakt. Die erste Runde im DHB-Pokal ist auf 19./20. August angesetzt, eine Woche später beginnt die Punktspielrunde.

 

Quelle: Thomas Wagner, ZVW