Ganz so groß wie früher ist die Rivalität zwischen den Handballern des VfL Waiblingen und des TV Bittenfeld nicht mehr. Sie reicht aber freilich immer noch für brisante Derbys. In der Württembergliga ist es am Freitag wieder so weit: Die Kernstädter spielen gegen den TVB II.

VfL Waiblingen (7. Platz, 12:10 Punkte) – TV Bittenfeld II (11. Platz, 10:12 Punkte; Freitag, 20.30 Uhr). Nach zuvor 8:2 Punkten und überzeugenden Auftritten schaffte es der VfL diesmal nicht, seine Leistung abzurufen. Mit 22:27 verlor er in Altensteig. „Von der Abwehr her war es 35 Minuten richtig gut, aber im Angriff war es 60 Minuten eine Katastrophe“, analysiert Trainer Tim Baumgart trocken. Auch die Einstellung habe nicht gestimmt. Er ordnet das Spiel in die Kategorie Ausrutscher ein. „So was liegt immer mal drin.“ Wichtig sei aber, dass die Mannschaft jetzt eines begreife: „Wir müssen immer 100 Prozent geben.“

Im Stadtderby sollte das selbstverständlich sein. Das Heimrecht sei für den VfL eine Zusatzmotivation, so Baumgart. Nur zwei Punkte liegen zwischen den Teams, umso wichtiger wäre ein Sieg. Beim VfL wird Luis Westner wohl noch einmal geschont, ansonsten sind alle Spieler fit. Eine Schwierigkeit für das Waiblinger Team ist laut Baumgart, dass das Team nicht weiß, mit welchen Spielern die zweite Mannschaft des TVB antreten wird.

Dieses Geheimnis lüftet der Bittenfelder Coach Roland Wissmann etwas. „Wir werden wohl mit der gleichen Mannschaft spielen wie letzte Woche.“ Also auch mit Alexander Heib aus dem erweiterten Erstligakader. Hinzukommen in der Abwehr werde vielleicht noch Altmeister Ludek Drobek. Der TVB II spielte in der vergangenen Partie 28:28 gegen die SG BBM Bietigheim II. Angesichts der ausgeglichenen Begegnung und der Tatsache, dass den Bittenfeldern der Ausgleich erst wenige Sekunden vor Schluss gelungen war, sagt Wissmann: „Natürlich will man daheim immer gewinnen. Aber das Unentschieden war gerecht. Damit können wir zufrieden sein.“

Auch die Bittenfelder fiebern dem Stadtderby entgegen. Vom Trainer allerdings sind vor der Partie eher nüchterne Sätze zu hören: „Ich denke, das wird wie immer eine interessante Sache. Dass das Derby aber so hitzig wird wie einst, kann ich mir nicht vorstellen.“ Trotzdem wollen es die Bittenfelder freilich zu gerne gewinnen.

Quelle: Waiblinger Kreiszeitung