Heimsieg! TVB schlägt Coburg mit 31:24

Mit überzeugenden Vorstellungen hatten sich die Bittenfelder in die sechseinhalbwöchige Spielpause verabschiedet. Die spannende Frage war gestern, ob sie ihre Form ins neue Jahr gerettet haben. Eine Viertelstunde rümpften die knapp 1800 Fans, sofern sie nicht den Franken die Daumen drückten, auf der Tribüne der Scharrena die Nase: Der TVB startete äußerst nervös in dieses nicht ganz unbedeutende Spiel.

Der Tabellenvierte nutzte die Konzentrationsschwächen des Bittenfelder Angriffs, führte nach zehn Minuten mit 4:3. Der 4:4-Ausgleich von Dominik Weiß war der vierte Treffer des langen Rückraumspielers. Ruhe indes kam dadurch nicht ins Spiel des TVB, der im Angriff weiterhin viel zu fahrig agierte. Beim 5:8-Rückstand (16.) bat der Trainer Jürgen Schweikardt seine Spieler zu einer kurzen Besprechung – und wechselte klug: Mit Alexander Heib und Djibril M’Bengue für Michael Schweikardt und Lars Friedrich kam mehr Schwung und Entschlossenheit ins Spiel.

Die TVB-Abwehr, die bis dahin schon ordentlich gespielt hatte, griff nun noch beherzter zu. Coburg versuchte meist, über den Kreis zum Erfolg zu kommen. Darauf indes hatte sich der TVB um den starken Abwehrchef Florian Schöbinger sehr gut eingestellt. Vorne brachten Heib und Co. den wurfgewaltigen M’Bengue in Position, der enorm variabel warf – und er traf fast nach Belieben. Zehn Minuten lang wirbelten die Bittenfelder ihren Gegner kräftig durcheinander, hinten steigerte sich der TVB-Keeper Dragan Jerkovic von Minute zu Minute. Nach einem 9:1-Lauf führte der TVB mit 14:9 (27.) und ging mit der 15:11-Führung in die Pause.

Konzentriert startete das Heimteam in den zweiten Spielabschnitt, zog mit der aggressiven und flinken Defensive den Coburgern den Zahn. Besonders gute Ideen hatte der Tabellenvierte nicht, auch die Spielerwechsel fruchteten nicht. M’Bengues achter Treffer zum 23:16 bedeutete 17 Minuten vor dem Ende bereits die Vorentscheidung. Die Coburger bemühten sich zwar, spürten jedoch, dass für sie an diesem Abend nichts mehr zu holen sein würde. Selbst in Überzahl zog das Team von Trainer Jan Gorr den Kürzeren, kassierte gleich zwei Treffer zum 18:25 (47.). Der Bittenfelder Trainer Jürgen Schweikardt nutzte die Gelegenheit und wechselte sein Team munter durch. Auch wenn die Angriff bisweilen nicht immer ganz so kontrolliert vorgetragen wurden: Es bestand zu keiner Zeit Gefahr, dass der TVB noch einmal in die Bredouille kommen könnte. Zumal die Coburger mehr und mehr resignierten.

Fünf Minuten vor dem Ende machte der starke Jerkovic beim Stand von 29:20 Platz für Daniel Sdunek. Und es passte zum Spiel, dass sich auch der zweite Torhüter gleich in Szene setzte: Erst hielt Sdunek einen freien Wurf, später auch den finalen Siebenmeter. Am Ende feierte der TVB den souveränen 31:24-Sieg – und darf sich über ein ordentliches Polster von fünf Punkten auf den vierten Tabellenplatz freuen.

Am Samstag geht’s nach Emsdetten.

TV Bittenfeld 1898:
Jerkovic, Sdunek – Schimmelbauer (4), Schöbinger, Kienzle, Nils Kretschmer (1), Weiß (9), Schweikardt, Friedrich (1), M’Bengue (8), Baumgarten (2), Sundberg (1), Heib (2/1), Finn Kretschmer (3).

HSC 2000 Coburg:
Martinsen, Krechel – Göhl (4), Andersson (2/1), Kelm (1), Kirchner (1), Vitek, Riha (2), Billek (6/1), Riehn (3), Roth, Seitle (1), Barsties (2).Singwald (2).