Jerkovic und Schimmelbauer retten einen Punkt

Gestärkt durch zwei Siege in Folge gegen TUSEM Essen und beim TV Hüttenberg, wollte der Aufsteiger aus dem hohen Norden den Favoriten aus Bittenfeld ein bisschen ärgern – und das funktionierte von Beginn an recht gut. Der TVB ging zwar mit 4:2 (5.) und 5:3 (9.) in Führung und die Abwehr stand zunächst passabel. Doch wie schon bei der jüngsten 32:33-Niederlage gegen den ASV Hamm-Westfalen in der SCHARRena kassierte der TVB zu schnelle Gegentreffer.

Bis zur 20. Minute glich der SV Henstedt-Ulzburg die Führung der Gäste aus, ehe Florian Schöbinger nach einem Ballgewinn von Finn Kretschmer beim 11:9 die erste Zwei-Tore-Führung seit dem 5:3 besorgte. Michael Schweikardt legte in Überzahl per Siebenmeter zum 12:9 nach (22.).

Dann ging’s für ein paar Minuten auf beiden Seiten drunter und drüber in einer kampfbetonten, jedoch von vielen Fehlern geprägten Partie. Während einer unkonzentrierten Phase leistete sich Bittenfeld drei Ballverluste, ein Stürmerfoul, einen Fehlwurf und eine Zeitstrafe – was zwangsläufig nicht unbestraft blieb: Nico Kibat verkürzte per Siebenmeter zum 12:13 zur Pause.

Nach der Halbzeit ging’s zunächst etwas chaotisch weiter. Dominik Weiß, der im ersten Spielabschnitt starke Phasen hatte, scheiterte erst am Henstedter Keeper Jan Peveling und verlor anschließend den Ball, Robert Schulze nutzte dies zum 14:13 und der ersten Führung der Heimmannschaft (34.). Die Fehlerquote beim Tabellenzweiten blieb weiter hoch, auch wenn Finn Kretschmer beim 15:14 (36.) seinen TVB wieder in Vorteil brachte.

Bei Bittenfeld stand mittlerweile Dragan Jerkovic für Jürgen Müller im Tor. Der Routinier hielt beim 16:16 einen Strafwurf von Kibat, das Problem der Gäste indes lag eher in der Offensive: Die Bittenfelder hatten große Mühe beim Torewerfen. Der TVB legte zwar stets einen Treffer vor, kassierte jedoch quasi im Gegenzug den Ausgleich.

Selbst nach dem 22:20 durch den einzigen Treffer von Lars Friedrich (48.) kam keine Ruhe ins Spiel der Gäste. Der Aufsteiger nutzte eine Zeitstrafe gegen Michael Schweikardt zum 22:22-Ausgleich (50.) – die Halle tobte, der Favorit wankte. In der dramatischen Schlussphase schienen die Bittenfelder bereits auf der Verliererstraße. Schweikardt leistete sich einen Ballverlust, Martin Laursen traf zum 23:22. Anschließend scheiterte Weiß zweimal. Jerkovic hielt sein Team mit einem gehalten Siebenmeter im Spiel, doch nach Robert Schulzes 24:22 blieben dem TVB nur noch 100 Sekunden – und die reichten zum glücklichen Punktgewinn.

Schweikardt setzte einen Siebenmeter im Nachwurf zum 23:24-Anschluss ins Netz, dann war Jerkovic gegen Schulze auf dem Posten. Selbst ein weiterer Ballverlust des TVB hatte keine Auswirkungen. Jerkovic parierte einen freien Wurf von Tim Völzke, und Tobias Schimmelbauer behielt eine Sekunde vor der Schlusssirene die Nerven und netzte zum 24:24 ein.

Der TVB verlor damit Platz zwei wieder an die Rimpar Wölfe, steht aber noch auf einem Aufstiegsrang.

TV Bittenfeld 1898:
Müller, Jerkovic – Schimmelbauer (1), Schöbinger (3), Kienzle (1), Weiß (8), Schweikardt (8/5), Friedrich (1), Baumgarten (1), Bischoff, Sundberg, Seiz, Kretschmer (1).

SV Henstedt-Ulzburg:
Peveling, Schmidt – Bitterlich (1), Kibat (6/2), Mehrkens, Lauenroth (2), Völzke, Wendtland (4), Schulze (5), Thöneböhn, Laursen (3), Demovic (3).