Schweikardts Extra-Lob für „Frieda“

In den beiden Spielzeiten, in denen Lars Friedrich das Trikot des TVB getragen hat, war er nicht nur der erfolgreichste Torschütze, sondern auch einer der zentralen Spieler seines Teams. In der noch jungen Saison indes läuft’s nicht so rund beim Rückraumspieler, auch in Coburg hatte „Frieda“ seine Schwierigkeiten. „In der ersten Dreiviertelstunde hat Lars nicht ganz so glücklich agiert“, sagt sein Trainer Jürgen Schweikardt. Dass sich Friedrich von den Misserfolgen nicht habe entmutigen lassen und in der kritischen Schlussphase Verantwortung übernommen habe, sei „Weltklasse“ gewesen. Entscheidenden Anteil am Sieg habe auch der Torhüter Dragan Jerkovic gehabt, der in der Schlussphase einige freie Würfe parierte.

Mit großem Respekt waren die Bittenfelder nach Coburg gereist – aber auch hochkonzentriert. „Wir hatten uns sehr intensiv auf den Gegner vorbereitet“, sagt Jürgen Schweikardt. Für ein wenig Unruhe sorgte der Coburger Rechtsaußen Florian Billek, ansonsten ließ die kompakte Bittenfelder Defensive den Aufsteiger im Positionsangriff selten zur Entfaltung kommen. Dass es bis kurz vor Schluss ein enges Match blieb, hatte mehrere Gründe: Zum einen spielte der TVB viele seiner Angriffe zwar zwingender aus als zuletzt, die Wurfquote indes war erneut eher ungenügend. „Coburg spielte aber auch gut in der Abwehr und hatte mit Oliver Krechel einen starken Torhüter“, sagt Schweikardt.

Gefallen hat dem Coach, dass sein Team nach dem 16:17-Rückstand (39.) ruhig blieb und mit vier Toren in Folge binnen sechs Minuten zur 20:17-Führung die Weichen auf Sieg stellte. In der letzten Viertelstunde hielt der TVB sein hohes Niveau in der Defensive, lediglich vier Coburger Treffer ließ er noch zu. Ein Kräfteverschleiß war nicht zu erkennen – auch, weil sich der TVB mit vielen Wechseln klug die Kräfte einteilte. „Da haben wir unsere Lehren gezogen aus dem Leipzig-Spiel.“ Damals ging dem einen oder anderen Bittenfelder die Luft aus.

Auch wenn Schweikardt mit dem Auftritt seiner Mannschaft zufrieden war, die Leistungsstärke der Rückrunde hat sie noch nicht erreicht. „Wir haben in allen Bereichen noch Steigerungspotenzial und werden am Sonntag noch zulegen müssen.“ Dann steht mit dem TV Emsdetten in der Scharrena die nächste schwierige Ausgabe an, der Erstliga-Absteiger ist noch ungeschlagen. Sollten die Bittenfelder auch diesen Gegner knacken, erwischten sie bei 6:2 Punkten einen guten Saisonstart – und hätten die große Chance, ihre Position in den folgenden Partien zu verbessern: Nach der Partie in Bad Schwartau geht’s gegen die Aufsteiger Bayer Dormagen und Eintracht Baunatal sowie die HG Saarlouis.

Allesamt Teams, die nicht zu den Aufstiegskandidaten zählen.