Im Angriff gibt´s noch Steigerungspotential

25:27 im DHB-Pokal, 19:23 zum Punktspielauftakt – keine Frage: Ein bisschen anders hatten sich die Bittenfelder den Saisonauftakt vorgestellt. Von einem Fehlstart möchte der Trainer allerdings nichts wissen. „Es ist der Normalfall eingetreten“, sagt Jürgen Schweikardt. „Wir haben zwei Auswärtsspiele gegen einen Aufstiegskandidaten verloren.“ Deshalb sei der TVB auch weit davon entfernt, in Panik auszubrechen. Sein Team habe schließlich nicht alles falsch gemacht. „Gegen andere Mannschaften hätte die Leistung womöglich zum Sieg gereicht, gegen Leipzig eben nicht.“

Dass seinen Spielern in den zweiten 30 Minuten die Körner ausgingen, beunruhigt den Coach ebenfalls nicht. „Wir wussten, dass wir nur eine Chance haben würden, wenn wir von Anfang an Vollgas geben.“ Der Kräfteverschleiß sei nicht das einzige Manko gewesen. Schlampige und wenig zwingende Angriffe hätten dem Gegner in die Karten gespielt, auch die drei Zeitstrafen in den letzten 20 Minuten seien unnötig gewesen. „Da hätten wir uns cleverer anstellen müssen.“

Sehr gut gefallen hat dem Trainer die Leistung von Richard Sundberg. Der junge Finne, der eigentlich behutsam herangeführt werden sollte, rackerte in der Abwehr über 60 Minuten hinweg. Weil mit Simon Baumgarten, Patrik Kvalvik und Dominik Weiß gleich drei für den Mittelblock vorgesehene Spieler verletzt ausfielen, war Not am Mann. Sundberg dürfte auch heute Abend länger auf dem Platz stehen, die Personalsituation hat sich nur unwesentlich entschärft. Der erkrankte Weiß trainierte zwar am Mittwoch erstmals wieder, komplett bei Kräften wird er aber nicht sein.

Mit dem EHV Aue kommt ein Team in die Scharrena, auf das sich der TVB sehr gut einstellen kann. Im Kader des Vorjahreszwölften hat es kaum Veränderungen gegeben. David Hansen und Enrico Berthold sind nicht mehr dabei, einziger Neuzugang ist der slowakische Rückraumspieler Adam Mazur. Wieder spielfähig nach einer längeren Krankheit ist der Linksaußen Marvin Sommer.

Ob die Bittenfelder ihren ehemaligen Mannschaftskollegen Arni Sigtryggsson auf dem Platz gegenüberstehen werden, ist noch nicht sicher: Der Linkshänder hat sich beim 27:26-Sieg des EHV gegen Hüttenberg eine Muskelverletzung zugezogen. Der Isländer wäre nach Ladislav Brykner (Kreuzbandriss) der zweite wichtige Spieler, der Aue fehlte. Stützen im Team von Trainer Runar Sigrtyggsson sind die Torhüter Radek Musil und Sveinbjörn Petursson sowie der Este Janar Mägi und Spielgestalter Eric Meinhardt. Mit dem Gegner möchte sich Jürgen Schweikardt nicht allzu ausgiebig beschäftigen. „Wir müssen sehen, dass wir wieder so eine massive Abwehr stellen können wie in Leipzig. Dann haben wir gute Chancen, das Spiel zu gewinnen.“

Simon Baumgarten nimmt derweil nach seiner Adduktorenverletzung wieder am Mannschaftstraining teil, sein Comeback ist für das nächste Heimspiel gegen den TV Emsdetten in zwei Wochen angepeilt. Bei Patrik Kvalvik ist Geduld gefragt: Vor Oktober rechnet Schweikardt nicht mit dem schwedischen Neuzugang.

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