TVB bleibt ruhig in der „Hölle Nord“

Die Dreifachsporthalle in Rimpar gehört zu den kleinsten Spielstätten in der 2. Liga. Im Umkehrschluss bedeutet dies aber nicht, dass es die Auswärtsteams hier leichter haben als in den großen Arenen – im Gegenteil: Nicht umsonst nennen die Rimparer ihre enge Halle „Hölle Nord“. Schon so mancher Arrivierter hat hier die Segel streichen müssen gegen den Aufsteiger.

Die Bittenfelder waren auf ein heißes Match in der „Hölle“ vorbereitet – und freuten sich, dass sie von gleich rund 100 Fans ins Würzburger Land begleitet und lautstark unterstützt wurden. „Das darf man nicht unterschätzen“, sagt der TVB-Trainer Jürgen Schweikardt. „So was setzt schon noch mal zehn Prozent Kräfte frei.“

13 Minuten lang hatte es danach ausgesehen, als würden die „Wölfe“ den Bittenfeldern erhebliche Probleme bereiten. Nach einer Auszeit beim 6:6 bekam der TVB das Spiel immer besser in den Griff – allen voran dank seiner äußerst stabilen Deckung, die in Verbund mit dem guten Torhüter Jürgen Müller dem Aufsteiger das Leben schwer machte. Zur Pause führte der TVB mit 14:11 in einer Partie, in der die Schiedsrichter Frederic Linker und Sascha Schmidt alle Hände voll zu tun hatten. „Es war schon ein sehr hartes Spiel“, sagt der TVB-Trainer Jürgen Schweikardt. „Es stand aber auch einiges auf dem Spiel.“

In seiner besten Phase kurz nach dem Wechsel sorgte der TVB für die schnelle Vorentscheidung zum 22:14 (45.). „Wir haben in der Abwehr weiterhin konstant gespielt und hatten vorne einige sehr gute Aktionen“, sagt Schweikardt. Rimpar seien irgendwann die Mittel ausgegangen. Und wenn der Gegner doch einmal eine Lücke gefunden habe, sei meist Müller zur Stelle gewesen. Insgesamt 28 Fehlwürfe und 13 technische Fehler zählten die Rimparer Statistiker bei ihrem Team.

Anders als zuletzt gegen den EHV Aue, ließen die Bittenfelder trotz des großen Vorsprungs in der Schlussphase nicht nach – obwohl der Coach erneut munter durchwechselte. „Das haben wir diesmal viel besser gemacht.“ Wer weiß, wofür der hohe Sieg noch gut sein könnte: Nach dem Spitzenreiter TSG Friesenheim hat der TVB, zusammen mit dem Zweiten HC Erlangen, die beste Tordifferenz aller Teams.

Keinen Zweifel gab’s hernach daran, dass der TVB als hochverdienter Sieger das Spielfeld verließ. „Bittenfeld hat sehr, sehr gut gespielt und sich von der Hektik nicht anstecken lassen“, sagte der Rimparer Trainer Jens Bürkle. Der Ex-Bittenfelder traut dem TVB durchaus zu, bis zum Ende der Saison vorne dabeizubleiben.