Vorsicht TVB: Frühlingsgefühle bei den Wölfen

Die Ausgangslage ist eindeutig: Sowohl für die Wölfe als auch für den TVB steht morgen einiges auf dem Spiel. Im Kampf um den Klassenverbleib sollte Rimpar in seinen fünf ausstehenden Heimspielen möglichst wenig Punkte abgeben, schließlich muss der Aufsteiger auswärts bei vier Teams aus der Spitzengruppe antreten. Da dürfen sich die Wölfe nicht zwangsläufig etwas ausrechnen.

Ähnlich geht’s den Bittenfeldern. Die rechnen offiziell zwar nicht und befinden sich sowieso in der Verfolgerrolle. Sollten sie aber in den restlichen neun Spielen mehr als vier Punkte liegenlassen, dürften die vier Minuszähler Rückstand auf die Aufstiegsplätze – unter normalen Umständen – kaum aufzuholen sein. Und angesichts der schweren Auswärtsaufgaben in Bad Schwartau, Erlangen und Essen ist ein Sieg morgen eigentlich Pflicht.

Der war’s eigentlich auch im Hinspiel gewesen, doch da erlebten die Bittenfelder in der Scharrena eine überraschende und bittere 25:28-Pleite. Dies war nicht nur die erste Heimniederlage des TVB in dieser Saison. Mit ihr begann auch der Negativtrend von 3:9 Punkten. Für die Rimpar Wölfe war der Sieg in Stuttgart die Initialzündung: Mit 5:15 Punkten war die Mannschaft des Ex-Bittenfelders Jens Bürkle bis dahin in die Saison gestartet und schien auf dem besten Weg. Damals haben die Wölfe wie ein sicherer Absteiger ausgesehen. Mittlerweile ist der Aufsteiger längst in der Liga angekommen, hat zuletzt 7:3 Punkte gesammelt – und gute Aussichten auf den Ligaverbleib. Der Tabellenzweite HC Erlangen hatte beim 24:23-Heimsieg reichlich Dusel.

In den Heimspielen präsentierten sich die Wölfe mit noch breiterer Brust, haben seit vier Spielen nicht verloren. Der Bittenfelder Trainer Jürgen Schweikardt ist sich im Klaren darüber, was auf sein Team zukommen wird. Rimpar werde ganz anders auftreten als Aue, für das es beim lockeren 33:28-Sieg des TV „lediglich um die goldene Ananas“ gegangen sei. Rimpar habe längst gutes Zweitliga-Format und werde nach den zuletzt guten Spielen dem TVB selbstbewusst entgegentreten.

Schwer zu schaffen machten den Bittenfeldern im Hinspiel der Ex-Balinger Daniel Sauer. Der Kopf der Rimpar Wölfe erzielte gleich elf Treffer. Gut besetzt ist das Team auch im Tor mit Max Brustmann. „Rimpar hat zwar nicht die großen Namen im Kader“, sagt Schweikardt. „Das heißt aber nicht, dass es schlechter ist als andere Mannschaften der Liga. Und mit Jens Bürkle hat der Aufsteiger einen akribisch arbeitenden Coach, der die Bittenfelder aus dem Effeff kennt. Wie gut, das musste der TVB im Hinspiel erkennen. „Daran denken wir jetzt nicht mehr“, sagt Jürgen Schweikardt. Wie der Gegner, so sei auch sein Team mittlerweile deutlich stabiler. „Wir kennen die Kriterien, die wichtig sind, um erfolgreich zu sein.“

Personell sieht’s gut aus. „Wir werden mit voller Kapelle antreten.“