WILD BOYS erkämpfen sich ein Unentschieden

Einen guten Start legten beide Mannschaften hin, die TSG übernahm nach dem 3:3-Ausgleich durch ihren starken Spielmacher Andrej Kogut durch zwei weitere Treffer die 5:3-Führung (9.). Beim 4:7 (11.) schien der favorisierte Tabellenführer aus der Pfalz die Partie an sich reißen zu können – Kevin Klier hatte bis dahin einige Male stark pariert und Kogut bewies neben seiner eigenen Torgefährlichkeit auch ein gutes Auge für seine Teamkollegen. Der TVB hatte in der ersten Viertelstunde große Probleme gegen den Spielmacher der EULEN, der mehrere Male aus vollem Lauf seinen Unterarmwurf erfolgreich abschließen konnte.

Doch die WILD BOYS hielten dagegen, bekamen lautstarke Unterstützung durch die eigenen Fans in der mit 2.049 Zuschauern ausverkauften SCHARRena. Dennis Szczesny, Lars Friedrich und schlussendlich Schweikardt in Unterzahl setzten nach, erzielten für ihren TVB den 7:7-Ausgleich (15.). Jürgen Müller hatte ebenfalls einige starke Paraden zeigen können, die Bittenfeld gut taten. Im ersten Spielabschnitt sollte allerdings nicht mehr viel passieren. Die TVB-Abwehr war nun den entscheidenden Schritt schneller an Kogut dran, konnte so den erfolgreichen Abschluss des Mittemanns unterbinden. Eine Zwei-Tore-Führung blieb den Remstälern jedoch verwehrt, als Florian Schöbingers Block gegen Philipp Grimm beim Stande von 12:11 (28.) von Peter Jungwirth nicht genutzt werden konnte. Er traf im Gegenzug den Pfosten.

Überhaupt, das Wurfpech heftete sich noch einige Male an die Fersen des TVB. Friedrich und Dominik Weiß mussten sich ebenfalls mit Aluminiumtreffer begnügen, es blieb weiterhin sehr spannend und ausgeglichen. Nachdem Marco Hauk den Ball bei seinem Versuch neben das Tor setzte, nahm Djibril M’Bengue seine Chance wahr und schmetterte den 22.Treffer unhaltbar ins kurze Eck zur knappen Führung für Bittenfeld (51.). Im Schlussspurt fand Dennis Szczesny zu alter Stärke zurück und besorgte auf unnachahmliche Weise durch drei Treffer in Folge den 25:25-Ausgleich (58.). Spätestens jetzt war klar, dass am Ende Kleinigkeiten und ein Quäntchen Glück über Sieg oder Niederlage entscheiden würden.

Die letzten Spielminuten gehörten Kogut und Schweikardt. Zunächst traf der EULEN-Spielmacher zum 26:25 für die Gäste, dann holte der erneut sehr fleißige Simon Baumgarten am Kreis den fälligen Siebenmeter heraus. Den verwandelte Schweikardt zum 26:26-Endstand, denn der direkt ausgeführte Freiwurf von Gunnar Dietrich wurde vom TVB-Block abgewehrt. Eine gerechte Punkteteilung in einer hochklassigen, von intensiven Zweikämpfen bestimmten Partie, die dem Tabellenführer einen Punkt kostete und den Hausherren einen bescherte.

„Wir haben hier heute in eigener Halle gegen die beste Mannschaft gespielt, die in dieser Saison bislang nach Stuttgart angereist ist“ bilanzierte Bittenfelds Coach Jürgen Schweikardt nach dem Spiel und sprach seinem Gegenüber Thomas König ein großes Lob aus. „Die Zuschauer haben uns in diesem schweren Heimspiel super unterstützt, das war wichtig. Mit ein wenig mehr Glück hätten wir beinahe beide Punkte erkämpfen können“ so Schweikardt weiter.

TSG Friesenheim:
Müller, Sdunek – Schimmelbauer (1), Schöbinger (2), Kienzle, Weiß (5), Schweikardt (8/4), Friedrich (3), M’Bengue (1), Jungwirth, Baumgarten, Heib, Seiz (2), Szczesny (4).

TV Bittenfeld 1898:
Klier, Bender – Kogut (6), Hauk (3), Klee, Grimm (4), Dietrich (5), Lex (3), Just, Claussen, Schmidt, Kossler (3), Klimek (2).