It´s Derbytime: TVB bei den Jungs

Während sich die Bittenfelder am spielfreien Wochenende ein bisschen zurücklehnen durften, trumpfte der kommende Gegner in der Fremde auf: Mit 28:24 nahm der TV Neuhausen/Erms die Punkte aus Hamm mit. Dass mit dem Erstliga-Absteiger wieder zu rechnen ist, hatte er bereits in der Woche davor beim 30:27-Sieg gegen den SC DHfK Leipzig unterstrichen.

Bei nur drei Punkten Rückstand auf die Aufstiegsplätze liegt der TVN, wie der TVB, wieder im Rennen. Wenig überraschend für den Bittenfelder Trainer. „Neuhausen zählte vor der Saison für mich zu den fünf besten Teams der Liga, es hat viele Spieler mit Erstliganiveau im Kader“, sagt Jürgen Schweikardt. Dass Neuhausen nach dem Abstieg nicht vom Start weg die 2. Liga dominieren würde, sei klar gewesen. Ein Absteiger müsse sich zunächst in der neuen Rolle, vom Jäger zum Gejagten, zurechtfinden.

Schweikardt ist sich auch sicher, dass der Trainerwechsel zur Rückrunde keine negativen Auswirkungen beim Gegner habe. Markus Gaugisch übernahm vorzeitig den Erstligisten HBW Balingen-Weilstetten, Aleksander Stevic hat seither das Kommando in Neuhausen. Und spätestens der Sieg in Hamm dürfte das Feuer neu entfacht haben beim Bittenfelder Gegner.

„Das wird für uns noch härter als die Partie in Hildesheim“, sagt Schweikardt. Dass die Neuhausener den TVB im Vorfeld zum klaren Favoriten stempeln, lässt Schweikardt schmunzeln. „Das ist das übliche taktische Geplänkel.“ Es begegneten sich zwei Teams ähnlicher Leistungsstärke, und in diesen Fällen sei eigentlich das Heimteam leicht im Vorteil. Diesen nutzten die Bittenfelder im Hinspiel beim überraschend deutlichen 32:21-Sieg. Es war ein Tag, an dem beim TVB alles, beim TVN fast nichts funktionierte. „Wir wissen natürlich, dass dieses Spiel kein Maßstab sein kann“, sagt Schweikardt. Für Neuhausen sei diese deftige Niederlage Motivation genug, sich heute im Rückspiel ganz anders zu präsentieren. Und das in der möglicherweise mit knapp 2000 Fans gefüllten Tübinger Paul-Horn-Arena. „Ich hoffe, dass uns viele Bittenfelder begleiten werden“, sagt der TVB-Coach. „Wir brauchen jeden Fan.“

Einstellen müssen sich die Bittenfelder auf die aggressive, flinke 3:2:1-Deckung, welche die Neuhausener seit Jahren spielen und die schon so manchen Gegner zur Verzweiflung gebracht hat. Wie sie auszuhebeln ist, demonstrierten die Bittenfelder im Hinspiel. „Wenn wir selbst wieder in der Deckung aggressiv und vorne entschlossen und diszipliniert auftreten, haben wir auch gute Siegchancen.“

Neuhausen bangt um den Einsatz von Nicolai Theilinger (Ellbogenverletzung), Ralf Bader (Schulter) und Jan-Marco Behr (Bänderdehnung). Nicht mehr dabei ist Sascha Ilitsch, der seinem Trainer nach Balingen folgte. Ganz sorgenfrei ist auch der TVB nicht. Djibril M’Bengue und Daniel Sdunek waren diese Woche krank, ihr Einsatz ist gefährdet. Dafür könnte der Torhüter Dragan Jerkovic zu seinem Punktspiel-Debüt kommen: Die Adduktorenverletzung ist auskuriert.

Es gibt noch Tickets

Rund 1300 Karten waren am Donnerstag fürs Derby verkauft, es gibt also noch rund 600 Tickets.

Kurzentschlossene Fans
können heute noch bis 12 Uhr auf der Geschäftsstelle des TV Neuhausen (0 71 23/9 76 50 80) Karten zurücklegen lassen – oder online über die Website www.handball-neuhausen.de unter dem Link Info&Service (Reservix).