Bittenfeld scheitert hauchdünn

Was war das für ein Spiel. Als die Bittenfelder mit einem fantastischen Kraftakt zwischen der 42. und 51. Minute den 20:26-Rückstand in die 28:27-Führung umwandelten, bebte die Scharrena. Göppingen wackelte bedenklich und rettete sich mit viel Glück in die Verlängerung. Dort entschied die Urgewalt von Momir Rnic die Partie zugunsten des Erstligisten.

Zunächst bestimmte der Favorit die Partie. Der Göppinger Keeper Primoz Prost hielt stark, und vorne war der Nationalspieler Michael Kraus für die Bittenfelder Abwehr oft zu schnell. Nach sieben Minuten führt FA mit 6:3. Obwohl sich der TVB etliche Fehler im Angriff leistete, ließ er die Gäste zunächst nicht davonziehen. Der starke Martin Kienzle verkürzte auf 6:8 (17.). Angeführt vom besten Bittenfelder, Spielmacher Michael Schweikardt, blieb der TVB dran (9:11, 10:12).

Erst der Nationalmannschafts-Rechtsaußen Christian Schöne ließ den Göppinger Vorsprung beim 15:11 und 16:12 etwas anwachsen. Mit der Vier-Tore-Vorsprung (18:14) ging der Erstligist auch in die Halbzeit.

Die Bittenfelder rannten nach der Pause diesem Rückstand hinterher, kamen nie mehr als auf drei Tore heran. Nachdem Schöne in der 42. Minute das 26:20 erzielt hatte, wähnten sich die Göppinger offensichtlich auf der sicheren Seite. Sie unterschätzten jedoch die Kampfkraft des TVB. Der drückte mächtig aufs Tempo und nahm Frisch Auf in den folgenden neun Minuten förmlich auseinander. Göppingen agierte desolat, Bittenfeld nutzte dies gnadenlos aus. Torhüter Jürgen Müller wurde stärker, im Angriff schloss der TVB schnell und sicher ab.

Simon Baumgarten sorgte nach einem 8:1-Lauf beim 28:27 (51.) für die erste Führung des Zweitligisten, der sich nach dem 29:30 den Vorteil wieder zurückholte zum 31:30. Felix Lobedanks Tor 20 Sekunden vor Schluss rettete die Gäste in die Verlängerung. Dort fehlten dem TVB etwas die Kraft und Konzentration. Momir Rnic sorgte mit der Brechstange für die 34:31-Führung und damit für die Vorentscheidung. Den etwas glücklichen Sieg beim 39:36 ließ sich Göppingen nicht mehr nehmen.

Der TVB indes durfte sich als Sieger der Herzen fühlen.

Es spielten TV Bittenfeld: Müller, Sdunek; Schöbinger, Kienzle (5), Weiß (2), Schweikardt (7/1), Friedrich (6), M’Bengue (1), Jungwirth, Baumgarten (5), Seiz (1), Szczesny (6), Heib (3/1). FA Göppingen: Prost, Marinovic; Kraus (8), Kneule (2), Oprea (1), Schöne (7), Späth (1), Beljanski, Lobedank (4), Markez, Pevnov, Fontaine (2), Rnic (8), Schiller (6/4).

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