Grübeln bis zum nächsten Anlauf

„Das war schon sehr schwer für uns“, ließ sich der Hammer Spielmacher Ondrej Zrdahala nach dem 32:30-Sieg gegen den TV Bittenfeld vom Westfälischen Anzeiger zitieren. Auch der Trainer des Siegers drückte bei der Pressekonferenz unmittelbar nach dem Spiel seine Erleichterung aus. Ziel sei es gewesen, sich möglichst schnell eine Drei- bis Vier-Tore-Führung herauszuspielen, sagte Kay Rothenpieler. „Damit wir ein bisschen Ruhe bekommen.“

Das gelang dem ASV auch rasch. Doch der TV Bittenfeld habe immer wieder nachgelegt, nachdem sich seine Mannschaft ein kleines Polster erarbeitet hatte, sagte der Hammer Coach. „Man hat gesehen, dass Bittenfeld eine sehr starke Mannschaft ist. Wenn die starken Rückraumspieler mit Druck kommen, sind sie sehr schwer aufzuhalten.“

Rothenpielers Pendant schienen diese Worte fast ein bisschen zu quälen. Jedenfalls machte Jürgen Schweikardt ein Gesicht, als müsste er die 400 Kilometer von Hamm nach Bittenfeld gleich zu Fuß zurücklegen. „Es war eines jener Spiele, wie wir sie schon oft hatten in dieser Saison“, sagte er. „Die Spiele sind eng und wir gewinnen sie nicht.“

Immer wenn der TVB die Chance gehabt habe, näher heranzukommen und den ASV Hamm eventuell „ins Wackeln“ zu bringen, seien seinen Spielern einfache Fehler unterlaufen jeglicher Art. Dazu zählten vergebene Chancen, technische Fehler, misslungene Spekulationen in der Abwehr und Inkonsequenz bei gegnerischer Unterzahl. „In solchen Situation zeigt sich einfach, dass wir kein Selbstvertrauen haben“, sagte Schweikardt. „Wir sind auf allen Positionen nicht konstant genug.“

Hinzu kommt, dass die Bittenfelder derzeit etwas unter ihrem straffen Kader leiden. Ob der Linksaußen Tobias Schimmelbauer nach seiner Ellenbogenoperation in diesem Kalenderjahr noch einmal auflaufen wird, ist fraglich. In Hamm fehlte auch der Rechtsaußen Michael Seiz, der im Abschlusstraining umgeknickt war und sich eine Bänderverletzung zuzog. Michael Schweikardt kam aufgrund einer leichten Wadenzerrung erst in den zweiten 30 Minuten zum Einsatz, den Linkshänder Lars Friedrich zwickt’s derzeit im Knie.

Große Pausen indes können sich die Angeschlagenen nicht gönnen, denn schon morgen geht’s mit der Partie bei der SG Leutershausen (20 Uhr) weiter. Aktuell sieht’s so aus, als seien alle drei Spieler wieder einsatzfähig.