WILD BOYS gegen stark besetzte Rostocker

Es gibt zweifelsfrei Begegnungen, an die sich der TV Bittenfeld lieber erinnert als an jene gegen den HC Empor Rostock. In den beiden Punktspielen an der Ostsee gab’s für den TVB in den vergangenen beiden Spielzeiten nichts zu holen. Im ersten Vergleich nach der Gründung der eingleisigen 2. Liga musste sich Bittenfeld mit 33:36 geschlagen geben. Auch am zweiten Spieltag der vergangenen Runde ging der TVB beim 30:33 leer aus. Noch schmerzhafter indes war die 25:31-Rückrundenpleite. Es war die erste Heimniederlage überhaupt in der Scharrena und Beginn einer trostlosen Serie, die den TVB von den Aufstiegsplätzen ins Niemandsland der Tabelle spülte. Fünf weitere Niederlagen folgten – und der Rücktritt von Trainer Günter Schweikardt.

Wie sein Vater, so ist auch Jürgen Schweikardt kein Freund davon, sich lange mit alten Geschichten aufzuhalten. Er beschäftigt sich lieber mit dem Hier und Jetzt. Wobei der jüngste Auftritt nicht gerade als Stimmungsmacher taugt. Von angeknackstem Selbstbewusstsein nach der ersten Heimniederlage in dieser Saison beim 25:28 gegen den Aufsteiger Rimpar war die Rede. Mit einem Erfolgserlebnis, das ist klar, wäre der TVB heute lockerer an die Ostsee geflogen. Schließlich ist er von der Sorge getrieben, den Anschluss an die vorderen Plätze zu verlieren.

Größeren Redebedarf als sonst gab’s dieser Tage nicht beim TV Bittenfeld. „Es war eine ganz normale Woche“, sagt Jürgen Schweikardt. Mit dem Unterschied, dass die Laune deutlich schlechter gewesen sei als sonst. Niederlagen wie in Friesenheim, wo der Gegner „einfach besser“ gewesen ist, seien leichter zu verkraften. „Gegen Rimpar haben wir einfach zu viele Dinge falsch gemacht.“

Der Gegner heute liegt nach Verlustpunkten gleichauf mit dem TVB, die Ziele der beiden Teams sind ähnlich: Nach dem sechsten Rang in der vergangenen Saison möchte auch der Rostocker Trainer Rastislav Trtik mit seiner Mannschaft vorne mitspielen – und mit Empor scheint’s tatsächlich aufwärtszugehen: Der ehemalige Kieler Manager Uwe Schwenker berät den Club, der Umzug in die 4000 Zuschauer fassende Rostocker Stadthalle sorgt für frischen Wind. „Das alleine zeigt schon die Ambitionen der Rostocker“, sagt Schweikardt.

Mit 10:0 Punkten startete Empor in die Saison, musste dann aber Niederlagen in Nordhorn, Bad Schwartau, gegen Saarlouis und in Hamm einstecken. Zwischendurch jedoch sendete der HCE mit dem 30:25-Sieg beim Erstliga-Absteiger TV Neuhausen ein deutliches Zeichen. Vor allem jedoch der Sieg der HG Saarlouis in Rostock müsste dem TV Bittenfeld Mut machen, dass er die gegen Rimpar verlorenen Punkte umgehend zurückholen kann.

Die Rostocker trotzten in den vergangenen Wochen dem Verletzungspech, mit Tom Wetzel und Sven Thormann fehlen nach wie vor gleich zwei Spielmacher. Im Vergleich zum erfolgreichen vergangenen Jahr hat sich auf den wichtigen Positionen nicht viel verändert beim HCE. Stützen sind außer Wetzel der tschechische Nationalspieler Roman Becvar im rechten Rückraum, Kreisläufer Jens Dethloff sowie die gefährlichen Außenspieler René Gruszka und Vyron Papadopoulos. Neu im Team sind die beiden Tschechen Lukas Gamrat und Jakub Zboril sowie Oliver Milde, der von den Füchsen Berlin kam. Für Schweikardt ist Becvar der beste Mittelmann der 2. Liga, auf Linksaußen sieht er keinen Stärkeren als Papadopoulos. „Es gibt nicht viele Mannschaften, die individuell besser besetzt sind als Rostock.“

Einstellen müssen sich die Bittenfelder auf die Rostocker 4:2-Deckungsvariante, die sehr selten angewendet wird. Aus dieser offensiven Grundstellung komme Rostock zu vielen Kontern, sagt Schweikardt. „Wir sind in einer ähnlichen Situation wie Rimpar das gegen uns war: Es muss schon viel zusammenkommen, wenn wir bestehen wollen“, sagt Schweikardt. Gut möglich, dass die Bittenfelder wieder auf Dennis Szczesny zurückgreifen können. Der Youngster ist nach seiner Adduktorenverletzung diese Woche wieder ins Training eingestiegen.

Über seinen Einsatz wird jedoch erst kurzfristig entscheiden. Linksaußen Tobias Schimmelbauer hat schon länger Probleme mit dem Ellbogen und wird zumindest gehandicapt sein. Dafür sind Michael Schweikardt und Martin Kienzle wieder dabei. Lars Friedrich machte wegen seiner Bänderverletzung nicht alle Trainingseinheiten mit.

Tickets fürs Leipzig-Spiel zu gewinnen

Die Sportredaktion verlost für das Spiel zwischen dem TV Bittenfeld und dem SC DHfK Leipzig in der Stuttgarter Scharrena am Dienstag, 26. November ( 20 Uhr), dreimal zwei Eintrittskarten sowie zweimal zwei VIP-Tickets. Wer mitmachen will beim Gewinnspiel, muss Abonnent der Waiblinger Kreiszeitung, der Schorndorfer Nachrichten, der Welzheimer Zeitung oder der Winnender Zeitung sein.

Die Frage heute: Die Torhüter des SC DHfK Leipzig werden von einem ehemaligen deutschen Nationaltorhüter trainiert. Wie heißt der Mann: a.) Manfred Hofmann oder b.) Wieland Schmidt oder c.) Chrischa Hannawald?

Wenn Sie es wissen und eine der vier Tageszeitungen des ZVW abonniert haben, schicken Sie die Lösung unter Angabe Ihres Namens und Ihrer Adresse bis spätestens Dienstag, 19. November, an uns: per E-Mail (thomas.wagner@zvw.de), Fax (07151/566-402) oder Post (Zeitungsverlag Waiblingen, Sportredaktion, Albrecht-Villinger-Straße 10, 71332 Waiblingen).

Karten im Vorverkauf gibt es bei Easy-Ticket (0711/2555555 / www.easyticket.de) und auf der TVB-Geschäftsstelle, Schillerstraße 64,  07146/2818750, Fax: 07146/2818755, Mail: moh@tvb1898.de.