Mit Heimsieg zurück ins vordere Drittel

Viel Lob gab’s für die Bittenfelder nach dem 27:25-Sieg beim heimstarken VfL Bad Schwartau. In der Form dürfte eigentlich gegen den Aufsteiger Henstedt-Ulzburg heute nichts schiefgehen, doch der TVB ist gleich doppelt gewarnt: Nach dem tollen Spiel gegen Emsdetten blamierte er sich anschließend beim Neuling Leutershausen. Und: Der Vorjahresmeister der 3. Liga Nord ist derjenige der vier Neulinge, der bei den Aufstiegskandidaten am meisten Schrecken verbreitet hat in dieser Saison.

So kam der Tabellenführer Bergische HC vor dreieinhalb Wochen nicht über ein 30:30-Unentschieden hinaus, davor siegten die „Frogs“ in Leutershausen (25:21) und Ferndorf (37:35). Aus Eisenach (29:29) entführten sie ebenso einen Punkt wie aus Hüttenberg (25:25). Für die SG BBM Bietigheim gab’s beim 23:25 nichts zu holen.

Zuletzt verlor das Team um den ehemaligen Bietigheimer Spielmacher Nico Kibat zwar dreimal in Folge. Die Aussichten, den direkten Wiederabstieg zu verhindern, sind indes so schlecht nicht: Weil vermutlich lediglich drei Mannschaften absteigen werden (siehe Liga kompakt) – inklusive des insolventen SV Post Schwerin –, hat Henstedt-Ulzburg momentan drei Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsrang.

Glücklich entschieden die Bittenfelder das Hinspiel mit 33:32 für sich, 13 Sekunden vor dem Ende erzielte Tobias Schimmelbauer den entscheidenden Treffer. Nicht nur deshalb warnt der Bittenfelder Interimstrainer Jürgen Schweikardt sein Team. „Henstedt kann an einem guten Tag jeden Gegner schlagen“, sagt er. „Gerade auch auswärts.“

Für Schweikardt sind die Frogs kein Abstiegskandidat. Der Kader sei sehr routiniert, im Angriff spiele der Gegner sehr variabel. „Es ist recht schwierig, sich darauf einzustellen.“ Wenn es seinem Team aber gelinge, eine ähnlich gute Abwehr zu stellen wie in Bad Schwartau, und es eine vernünftige Angriffsleistung bringe, seien die Chancen gut auf einen Erfolg. „Dass wir ein gewisses Niveau erreichen müssen, hat uns die Partie in Leutershausen gezeigt. Wir werden uns jedenfalls mächtig reinhängen.“

Außer an Kibat werden sich die Bittenfelder Fans an einen weiteren Spieler aus der 2. Liga erinnern: Der Torhüter Jan Peveling spielte in der vergangenen Saison noch bei der HG Saarlouis. Vom dänischen Erstligisten Sonderjysk kam vor der Saison der rechte Rückraumspieler Maik Makowka, der Ex-Potsdamer Jahn Lasse Kohnagel ist der gefährlichste Werfer des SVHU.

Die Bittenfelder werden heute in Bestbesetzung antreten – also auch mit Simon Baumgarten. Der Kreisläufer hatte in Bad Schwartau einen Schlag aufs Knie bekommen und musste ein paar Minuten behandelt werden.