TVB beendet Negativserie in der Porsche Arena

Ein Tag nach dem Rücktritt von Günter Schweikardt als Cheftrainer hat die Mannschaft den Negativtrend der vergangenen Wochen beenden können. Die Zuschauer sahen zunächst eine zähe Partie in den Anfangsminuten, in denen sich keines der beiden Teams absetzen konnte. Hamm ging durch einen Doppelschlag von Matthias Struck mit 1:2 in Führung, Bittenfeld erzielte durch Dennis Szczesny die erste Führung für die WILD BOYS (3:2, 5.). Danach blieb es bei einem sehr ausgeglichenen Schlagabtausch, bei dem Torhüter Jürgen Müller gute Paraden zeigte und der TVB-Angriff konsequente Wurfausbeute betrieb.

Den in der Pflicht stehenden Spielern merkte man die Entschlossenheit an, die sie in Eins-gegen-Eins-Situationen an den Tag legten. Lars Friedrich tankte sich immer wieder bis zum Kreis durch, Simon Baumgarten arbeitete fleißig am Kreis und rieb sich im insgesamt sehr kompakt stehenden Hammer Abwehrverbund auf. Lediglich in der eigenen Deckung hatte die Mannschaft zunächst große Probleme mit dem perfekt aufeinander abgestimmten Zusammenspiel zwischen dem torgefährlichen Rückraum und Kreisläufer Björn Wiegers. Und auch der wurfgewaltige Rückraum der Gäste konnte Akzente setzen – der TVB war oftmals zu weit weg von den ASV-Schützen, die sich teilweise unbedrängt die Ecke aussuchen konnten.

Noch vor der Halbzeitpause profitierten die WILD BOYS von den Fehlern des Gegners. Peter Jungwirth nutzte seine Kontergelegenheiten, brachte sein Team auf 14:12 (26.) in Front. In letzter Sekunde des ersten Durchgangs markierte Friedrich per Siebenmeter die 17:15-Pausenführung, die nach Wiederanpfiff zunächst ausgebaut werden konnte. Zwei Treffer von Dominik Weiß, ein schöner Kontertreffer von Jungwirth sowie ein sehenswerter Rückraumwurf von Martin Kienzle zwangen Hamms Trainer Kay Rothenpieler beim Stande von 22:18 (39.) zur Auszeit. Der TVB ließ sich davon nicht beirren, Tobias Schimmelbauer konterte nach einer Dreiviertelstunde zum 24:20 – alles schien perfekt zu laufen.

Sechs schwache Minuten später hatte Bittenfeld seine komfortable Führung verspielt, die Hausherren mussten beim 24:24 (51.) den Ausgleich durch Marian Orlowski hinnehmen. So blieb es bis in die Schlusssekunden der unterhaltsamen Partie sehr spannend. Der eingewechselte Daniel Sdunek zeigte in dieser Phase starke Paraden, hielt einige Male hervorragend gegen die Außenpositionen der Gäste. Lars Friedrich markierte zweieinhalb Minuten vor dem Abpfiff das 28:26, Hamm verkürzte mit sieben Feldspielern durch Struck zum 28:27 (59.). Sekunden vor dem Ende agierten die WILD BOYS sehr überlegt und konzentriert, Jungwirth besorgte per Aufsetzer völlig freistehend das erlösende 29:27, Andreas Simon gelang danach nur noch der Treffer zum 29:28-Endstand.

„Wir haben heute über die gesamte Spielzeit gesehen verdient gewonnen“, sagte TVB-Trainer Heiko Burmeister nach dem nervenaufreibenden Schlussspurt seines Teams. „Wichtig ist im Moment nur, dass wir die Punkte geholt haben und wir die Negativserie stoppen konnte. Dann spielt es auch keine Rolle, ob wir die Spiele mit nur einem Tor Unterschied gewinnen“ so Burmeister weiter. Der TV Bittenfeld 1898 wird jetzt in eine dreiwöchige Spielpause gehen und am 12. April auf Spitzenreiter TV Emsdetten treffen.

TV Bittenfeld 1898:
Müller, Sdunek – Schimmelbauer (2), Schöbinger (1), Kienzle (1), Weiß (4), M. Schweikardt (4/1), Friedrich (8/1), Jungwirth (6), Baumgarten (2), Wehner, Szczesny (1), Seiz.
 
ASV Hamm-Westfalen:
Storbeck, Friedrich – Struck (6), Huesmann, Simon (9/2), Wiegers (3), Schneider (4), Macke, Auerbach (1), Hartmann (1), Paul (1), Orlowski (3), Dahlhaus.