Kein Derbysieg für den TV Bittenfeld 1898

Als Tabellendritter startete die Bittenfelder Mannschaft in die Rückrunde und hatte sich viel vorgenommen für die ausstehenden 18 Partien der zweiten Saisonhälfte. Nach der dritten Heimniederlage in Folge in der bis dato als uneinnehmbar geltenden SCHARRena dürfte nun auch beim letzten Bittenfelder Zuschauer die anfänglichen Träumereien von einer möglichen Platzierung unter den besten drei Teams der 2. Bundesliga vorerst vorbei sein.

Verschlafen startete der TVB in den ersten Durchgang, Bietigheim ging schnell mit 3:0 in Führung. Die Hausherren benötigten fünf Minuten, um nach einer Parade vom erneut gut aufgelegten Daniel Sdunek durch den Treffer von Simon Baumgarten den Ausgleich herstellen zu können. Von da an blieb das Nachbarschaftsduell lange Zeit ausgeglichen, die TVB-Abwehr hatte den wurfgewaltigen SG-Rückraum mit Robin Haller, Pierre Freudl und Phlipp Schulz gut im Griff.

Nach dem 13:12-Führungstreffer durch Tobias Schimmelbauers Konter, erzielte Dennis Szczesny zunächst das 14:12, Baumgarten verwertete ein Zuspiel von Michael Schweikardt zum 15:12 (26.). Bis zur Halbzeitsirene erhöhte der TVB sogar auf 17:13, die Gäste aus Bietigheim leisteten sich bis dahin zu viele Fehler unter den wachsamen Augen von Frisch Auf! Göppingens Kreisläufer Manuel Späth, der als WILD BOYS-on Air-Experte am Mikrofon zusammen mit Lennert Brinkhoff das Derby kommentierte.

Das Publikum erwartete nach dem Seitenwechsel ein befreit aufspielendes Bittenfelder Team, das den Vorsprung gegen die taumelnde Spielgemeinschaft weiter ausbauen würde. Doch daraus wurde nichts. Bietigheim kam hoch motiviert aus der Kabine, obwohl dem gut agierenden Adrian Wehner zunächst zwei Treffer in Folge zum 19:15 (34.) gelangen. Danach sollte jedoch die stärkste Phase der Gäste folgen. Einen Vier-Tore-Rückstand verkürzte Bietigheim dank einer guten Torhüterleistung von Milos Hacko und den zahlreichen Fehlversuchen des TVB-Angriffs innerhalb von drei Minuten auf 18:19 (37.). Für großes Stirnrunzeln beim Bittenfelder Anhang sorgte das 26:23 durch Andre Lohrbach – der TVB schien das Spiel frühzeitig aus der Hand zu geben.

Das geschah indes nicht. Florian Schöbinger brachte sein Team wieder auf 25:26 (49.) heran, wenig später machte Dominik Weiß das 27:28. Hoffnung keimte auf den Zuschauerrängen auf, die jedoch mit dem verwandelten Siebenmeter von Lohrbach drei Minuten vor dem Ende endgültig begraben wurde. Den 28:31-Rückstand konnten die WILD BOYS nicht mehr entscheidend verkürzen, dem Team gelang lediglich der 30:31 Anschlusstreffer und gleichzeitige Endstand. Bittenfelds Rückrundenbilanz von 2:10-Punkten lässt das Team auf den siebten Platz zurückfallen.

 
TV Bittenfeld 1898:
Müller, Sdunek – Schimmelbauer (3), Schöbinger (6), Kienzle, Weiß (2), M. Schweikardt (4/2), Friedrich (5), J. Schweikardt, Jungwirth, Baumgarten (2), Wehner (5), Szczesny (2), Seiz (1).
 
SG BBM Bietigheim:
Hacko, Welz – Haller (7), Rentschler, Timo Salzer, Heuberger (1), Schäfer (7/1), Coors (1), Blodig (2), Durak, Freudl (3), Thorsten Salzer (1), Schulz (4), Lohrbach (5/2).