TVB bringt sich um den möglichen Erfolg

Das Duell der punktgleichen Mannschaften verlief in der ersten Viertelstunde extrem ausgeglichen. Weder Hüttenberg noch den Gästen aus Bittenfeld gelang es bis dahin eine Führung mit mehreren Toren herauszuspielen. Als sich das Team von Günter Schweikardt und seinem Trainerteam dann einen kleinen Vorsprung erspielt hatte, ließ die Abschlussqualität der WILD BOYS deutlich nach. Die auf beiden Seiten eingewechselten Torhüter Redwitz und Sdunek sorgten durch zahlreiche Paraden für einen akuten Tormangel. Der TVB konnte die Führung zwar konservieren, hätte aber mit einem deutlicheren Zwischenstand als 14:13 in die Pause gehen müssen. Das durch zahlreiche Zeitstrafen unterbrochene Spiel machte deutlich, dass beide Mannschaften aktuell nicht vor Selbstvertrauen strotzen.
In der zweiten Halbzeit ergaben sich einige Überzahlsituationen, die der TVB nicht gewinnbringend nutzen konnte. Die großartige Leistung von Daniel Sdunek, der auch einige freie Würfe bravourös parierte, bot die perfekte Grundlage für eine frühe Entscheidung. Zahlreiche technische Fehler und Ungenauigkeiten sorgten dafür, dass die taumelnden Hüttenberger nicht fielen. Die in sich ruhende Sporthalle erwachte erst mit der Roten Karte gegen Andreas Lex, der nach einem Schlag gegen Florian Schöbinger seine dritte Zeitstrafe kassierte. Zu diesem Zeitpunkt gelang den WILD BOYS noch das 23:21 und die Mannschaft war mit einem Fuß auf der Siegerstraße. Der anschließende 4:0-Lauf für die Gastgeber brach die Moral der Bittenfelder Mannschaft und ließ die zweifelnden Zuschauer erwachen.
Der TV Hüttenberg entschied das Spiel letztlich mit 30:28 (13:14) für sich und zieht in der Tabelle am TVB vorbei. Die Bittenfelder Spieler verließen mit hängenden Köpfen und fragenden Gesichtern das Sportzentrum in Hüttenberg. Mit zehn schwachen Minuten bringt sich Bittenfeld um die möglichen Punkte und kassiert die zweite Niederlage in Folge. Der Mannschaft bleiben 48 Stunden, um am Freitagabend beim Derby gegen die SG BBM Bietgiheim wieder auf der Höhe zu sein. In der ausverkauften SCHARRena Stuttgart treffen dann zwei Mannschaften aufeinander, deren Start in die Rückrunde misslungen ist.

TV Hüttenberg:

Ritschel, Redwitz – Pechstein (2), A. Lex (3/1), Lambrecht (1), Laudt (5), Faulenbach (4), Wernig (5/1), Jezewski (1), S. Lex (4), Fernandes (2), Pausch (2), Stock (1)

TV Bittenfeld 1898:

Müller, Sdunek – Schimmelbauer (2), Schöbinger (3), Kienzle, Weiß (1), M. Schweikardt (9/7), Friedrich (3), Jungwirth (5), Baumgarten (3), Wehner, J. Schweikardt (1), Seiz, Szczesny (1)