Perspektivteam mit unglücklicher Derbyniederlage

Durch das Fehlen des Bundesliganachwuchses, setzte man auf Seiten der Hausherren voll auf die Jugend. So standen nicht weniger als vier aktuelle A-Jugendspieler in der Anfangsformation der Wild Boys. Aus einer kompakten Abwehr heraus wollte man ruhige und konzentrierte Angriffe vortragen um den Gästen ja nicht die Gelegenheit zu bieten um ihre schnellen Gegenstöße umsetzen zu können. Dieses Vorhaben wurde dann über die ganze Spielzeit umgesetzt und so entwickelte sich ein Handballspiel, welches durch die Abwehrreihen dominiert wurde.

Die Gäste aus Schwaikheim erwischten den besseren Start und konnten mit 3:5 in Führung gehen. Das junge Team ließ sich aber dadurch nicht beeindrucken und man konnte zum 6:6 ausgleichen. Beim 9:8 war dann sogar die erste Führung erfolgt um dann in der 20. Spielminute, diese auf 12:9 auszubauen. Hierbei konnte vor allem Nachwuchsspieler Lukas Volz Akzente setzen. Zwei Zeitstrafen in den letzten 5 Minuten, nutzten die Schwaikheimer, in Form ihrer beiden besten Angriffsspieler, Ruben Sigle und Kreisläufer Chris Hellerich, um noch bis zur Halbzeit auf 14:13 zu verkürzen.

Nach dem Wechsel erwischten die Wild Boys den besseren Start und vier Tore in Folge bedeuteten die 18:13 Führung.  Leider verlor man dann im Angriff die spielerische Linie. Technische Fehler und vergebene Chancen nutzten die erfahreneren Gäste, um zum 19:19 auszugleichen. Zwar waren die Schwaikheimer im Angriffsspiel auch nicht frei von Fehlwürfen und technischen Fehlern, aber sie hatten mit Ruben Sigle und Chris Hellerich einfach die größere Durchschlagskraft im Angriff. Und dies fehlte einfach dem Jungen Bittenfelder Team in den letzten 10 Spielminuten gegen die immer defensivere Abwehrformation der Gäste. Und wenn man sich dann endlich einen Vorteil hart erarbeitet hatte, scheiterte man freistehend am Schwaikheimer Torhüter. Unteranderem konnte man die letzten drei Siebenmeter, allesamt nicht im Schwaikheimer Gehäuse unterbringen. So setzten sich die Gäste über ein 21:21, entscheidend auf 21:24 ab. Sie hatten einfach in der Schlussphase die abgeklärteren Torschlüsse und somit die "Big Points".

Baldreich, B.Gantner, Krieg im Tor – Randi (2), Federhofer, Linsenmaier (1), J.Gantner, Gille (2), Luithardt (2), K.Wissmann (4), Volz (7/3), Baumbach (4), Schröder, Tschirley.