TVB bleibt Meister der knappen Siege

Wie bereits beim 27:26 gegen Friesenheim, 23:22 in Eisenach, 28:27 gegen Hüttenberg und 30:29 gegen Bad Schwartau hatte der TVB auch beim Aufsteiger das Glück auf seiner Seite. Mit nun 17:9 Zählern ist er Sechster und steht nach Verlustpunkten gar auf dem dritten Rang, der am Ende der Saison den Aufstieg bedeutete. Nur die schlechte Tordifferenz, geschuldet den engen Siegen sowie den Schlappen in Bietigheim, Emsdetten und beim Bergischen HC, verhindert eine bessere Platzierung.

Wenn der Vorletzte gegen ein Team aus der Spitzengruppe antritt und zudem gleich auf fünf verletzte Spieler verzichten muss, ist die Rollenverteilung eindeutig. Der Bittenfelder Coach Günter Schweikardt indes hatte vor der Partie die Erwartungen gedämpft. Ein Sieg mit einem Tor Differenz genügte ihm schon, sagte er – und seine Spieler bescherten ihm tatsächlich einen aufregenden Abend mit einem erneut positiven Ausgang für die Bittenfelder.

Der zweite Auswärtssieg im siebten Spiel hing allerdings mehrmals am seidenen Faden. Um ein Haar hätte der TVB den Vier-Tore-Vorsprung acht Minuten vor dem Ende noch verspielt. Der Torhüter Daniel Sdunek war jedoch beim finalen Wurf des Henstedt-Ulzburgers Maik Makowka auf dem Posten.

Günter Schweikardt lobte seine Mannschaft für ihr Durchhaltevermögen und Nervenstärke. „Und auswärts muss man erst einmal gewinnen.“ Die TSG Ludwigshafen-Friesenheim beispielsweise löste eine vergleichbare Aufgabe beim TuS Ferndorf nicht ganz so gut und musste sich mit dem 28:28-Unentschieden begnügen. Dass der TVB große Schwierigkeiten hatte, ins Spiel zu finden, mag auch auf die veränderte Defensivformation zurückzuführen gewesen sein. Abwehrchef Jürgen Schweikardt saß mit Fieber daheim in Bittenfeld – und schwitzte vor dem Live-Ticker. „Mindestens so, als hätte ich selbst auf dem Platz gestanden“, sagt er. Simon Baumgarten übernahm Schweikardts Part, davor versuchte Tobias Schimmelbauer, die Kreise des Henstedter Spielmachers Nico Kibat zu stören. Weil dies nicht besonders gut funktionierte, stellte der TVB bereits nach einer Viertelstunde von 5:1 auf 6:0 um. Den Mittelblock bildeten Dominik Weiß und Florian Schöbinger, in den zweiten 30 Minuten stand Dennis Szczesny meist an Schöbingers Seite. „Dennis hat das sehr gut gemacht“, sagt sein Trainer.

Weniger gut indes war die Chancenverwertung des TVB in der ersten Phase der Partie, er lud den Gegner immer wieder zu Gegenstößen ein. Allen voran Tobias Schimmelbauer und Peter Jungwirth agierten zunächst im Angriff glücklos, steigerten sich aber enorm und hatten letztlich maßgeblichen Anteil am Erfolg. „Sie haben eine klasse zweite Halbzeit gespielt“, sagt Schweikardt. Als Jungwirth früh eine schöpferische Pause bekam, ersetzte ihn Michael Seiz. Auch mit dem Youngster war der Trainer zufrieden.

Geärgert hat sich Schweikardt darüber, wie seine Mannschaft den Gegner durch eigene Unzulänglichkeiten immer wieder ins Spiel gebracht habe. „Gegen Saarlouis dürfen wir uns das nicht erlauben.“

Info

Am Mittwoch steht ein kompletter Spieltag in der 2. Liga auf dem Programm. Der TVB empfängt um 20 Uhr in der Scharrena die HG Saarlouis.