WILD BOYS mit nächstem SCHARRena-Sieg

Zwei Tage nach der missglückten Auswärtsfahrt zum Tabellenführer TV Emsdetten gelang dem TV Bittenfeld 1898 vor heimischem Publikum ein versöhnlicher Wochenabschluss. Mit dem Heimsieg gegen die SG Leutershausen bleiben die Jungs von Günter Schweikardt und seinem Trainerteam im vorderen Tabellendrittel und verbuchen 13:7-Punkte, genauso viele Zähler wie Erstliga-Absteiger TV Hüttenberg (4.). Dass die Partie gegen die zuletzt stark aufspielenden Leutershausener nach sechzig Minuten doch deutlich ausfiel, hätte aufgrund des Spielverlaufs bis zur Halbzeit so nicht erwartet werden können.

Würdig einer Heimmannschaft legte der TVB einen guten Start hin, führte schnell mit 3:1 (5.) durch zwei Siebenmetertreffer von Michael Schweikardt und dem Heber von Linksaußen Tobias Schimmelbauer. Wenig später stand es bereits 5:2 (7.), doch so rosig sollte es für die Hausherren nicht weitergehen. Der Faden ging verloren, Bittenfeld stolperte über eigene Fehlwürfe und zwei technische Fehler – Leutershausen, angeführt vom gut aufspielenden Mittemann und sicheren Siebenmeterschützen Jonas Gunst, eröffnete den Schlagabtausch beim 7:7 (13.) aufs Neue. Der angesetzte Heber von Simon Baumgarten landete kurz darauf am Pfosten, für die SG netzte Hannes Volk zur ersten und einzigen Führung ein (7:8).

Kurz vor der Halbzeitpause hatte der TVB die erneute Chance, das Polster weiter auszubauen. Beim 15:12 (28.) durch Rechtsaußen Peter Jungwirth hatte Bittenfeld in Überzahl alle Trümpfe in der Hand und erhöhte durch Schimmelbauer sogar auf 16:12. Nachlässigkeiten in der Abwehr und einfache Fehler im Spiel nach vorne verhinderten jedoch eine höhere Pausenführung, die mit 16:13 für die SG Leutershausen ein durchaus zu wendender Zwischenstand darstellte.

Nach Wiederanpfiff brachten die Treffer von Michael Schweikardt und Doppelschlag Jürgen Schweikardt den TVB mit 19:14 innerhalb drei Minuten in Front. Traumstart für die Hausherren in die zweite Halbzeit, der sich mit dem sehenswerten Treffer von Dominik Weiß zum 21:15 (38.) fortsetzte. Das sollte der Knackpunkt für diese Partie bedeuten, denn Aufsteiger Leutershausen konnte in der Folgezeit den hohen Rückstand nicht mehr entscheidend verkürzen. Etwas zerfahren wirkte das Bundesliga-Duell Mitte des zweiten Durchgangs, als es auf beiden Seiten Schrittfehler, Stürmerfouls und andere technische Fehler zu sehen gab. Erst vier Minuten vor dem Abpfiff schnupperten die Gäste nochmals an einem möglichen Punktgewinn durch zwei Siebenmetertreffer von Manuel Frietsch und Jonas Gunst – 27:23 betrug da der Spielstand.

Von der offensiven Abwehr im 4:2-System erhoffte sich SG-Trainer Holger Löhr in den Schlussminuten Ballgewinne, die sein Team nochmals hätten heranbringen können. Das führte jedoch nicht zum Ziel, Bittenfelds Jüngste im Kader zeigten sich schnell auf den Beinen und waren anspielbereit. So gelangen Martin Kienzle von Linksaußen die letzten beiden TVB-Treffer des Abends, die den 30:24-Endstand bedeuteten. „Wir sind froh, dass wir das Spiel gegen Leutershausen erfolgreich gestalten konnten“ gab sich Günter Schweikardt zufrieden. „Zumal es im Vorfeld schon hieß, es sei ein Pflichtsieg. Der Druck auf das Team steigt dadurch enorm“ fügte er hinzu.

Der TV Bittenfeld 1898 hat mit dem Heimsieg gegen die SG Leutershausen seinen Platz im vorderen Tabellendrittel verteidigen können. Der weitere Fahrplan für den TVB hält ein buntes Programm an Bundesliga-Spielen bereit. Zunächst steht die Auswärtsfahrt zum Tabellenzweiten Bergischer HC an, dann folgt das Heimspiel gegen Bad Schwartau (9.) und die Reise zum Aufsteiger Henstedt-Ulzburg (19.). Danach wird sich zeigen, wohin die Reise der WILD BOYS bis zur Winterpause geht.

TV Bittenfeld 1898:
Müller, Sdunek – Schimmelbauer (2), Schöbinger (1), Kienzle (2), Weiß (4), M. Schweikardt (5/3), Friedrich (4), J. Schweikardt (3), Jungwirth (5), Baumgarten (2), Wehner (2), Seiz, Szczesny.

SG Leutershausen:
Peribonio, Hübe – Gunst (4/3), Frietsch (4), Kuch (4), Spilger, Forstbauer (2), Ruß (1), Volk (3), Geppert (1), Gäßler (1), Conrad (3), Engels, Kohlbacher (1).