DHB-Pokal: TVB spielt in Hüttenberg

Die Erstligisten waren noch nicht im Topf, als die zweite Runde im DHB-Pokal ausgelost wurde. Damit war klar, wie das Wunschlos auszusehen hatte: ein unterklassiger Gegner oder falls nicht, dann wenigstens ein Heimspiel. Die Bittenfelder indes hatten wenig Glück. Viel härter hätte es sie nicht treffen können, müssen sie doch ausgerechnet zum TV Hüttenberg.

Der Erstliga-Absteiger zählt in dieser Saison wieder zum engsten Kreis der Aufstiegskandidaten. Kurioserweise gibt’s in acht Tagen ein Wiedersehen, wenn’s in der Stuttgarter Scharrena um Punkte geht. Am kommenden Wochenende sind die Kontrahenten spielfrei.

Es ist also eine etwas ungewöhnliche Woche für den TV Bittenfeld, zumal er morgen gleich noch mal ranmuss: Zur Eröffnung der Alfred-Kärcher-Halle in Winnenden spielt er gegen den Erstligisten HBW Balingen-Weilstetten. „Sicherlich wäre mir ein normales Programm lieber gewesen“, sagt der Bittenfelder Trainer Günter Schweikardt, der sich gerne in aller Ruhe auf die nächste schwere Punktspiel-Aufgabe gegen die Hüttenberger vorbereitet hätte. Nun geht’s zunächst um den Einzug in die dritte Pokalrunde. Weil dort unter Umständen ein attraktiver Erstligist wartet, nimmt der Trainer das Spiel heute Abend (20 Uhr) im Hüttenberger Sportzentrum ernst. „Es ist ein Pflichtspiel, und das werden wir entsprechend angehen.“

Der TVB und der TVH waren am Wochenende an überraschenden Ergebnissen beteiligt. Die Bittenfelder holten sich im siebten Anlauf den ersten Sieg in Eisenach, die Hüttenberger mussten in eigener Halle der HSG Saarlouis beim 26:28 die Punkte überlassen und kassierten die erste Saisonniederlage. Für Verunsicherung dürfte das bei den Mittelhessen kaum sorgen, schließlich haben sie jede Menge erfahrene Spieler in ihren Reihen. Nach dem Abstieg aus der ersten Liga blieb das Team im Großen und Ganzen zusammen. Der ehemalige deutsche Nationalspieler und neue Trainer Heiko Karrer hat ein Gerüst, das auch Erstligaansprüchen genügt. Trotz des Abstiegs hat der TVH in der vergangenen Saison den einen oder anderen Arrivierten geärgert. Zu den Stützen des Teams zählen Spielmacher Benjamin Laudt, Linkshänder Stefan Lex, Kreisläufer Sebastian Weber und der polnische Rückraumspieler Tomasz Jezewski. Neu im Team ist der zwei Meter große Rückraumspieler Marc Pechstein, der von den Berliner Füchsen kam. Daniel Wernig ersetzt auf Rechtsaußen Florian Billek, den es nach Balingen zog. Zu den Stärken der Hüttenberger gehört die 3:2:1-Deckung.

Beim TVB fehlt Norwegen-Student Florian Schöbinger. Dafür ist Dennis Szczesny wieder dabei, der in Eisenach krankheitsbedingt fehlte.