„Bin froh, dass er nicht schnarcht!“

Herr Sdunek, kaum waren Sie nach Ihrer Knieverletzung wieder einigermaßen auf den Beinen, machte Ihnen zuletzt die Leiste zu schaffen. Wie ist das aktuelle Wohlbefinden?

Es war nur ein kleines Problem, welches jetzt aber überhaupt keines mehr ist. Ich kann mich momentan nicht beklagen.

In der vergangenen Saison hatten Sie, noch vor Ihrer Knieverletzung, viele Wochen mit einer Infektion zu kämpfen. Verliert man angesichts einer solchen Pechsträhne nicht irgendwann die Lust, sich immer wieder aufs Neue in Form zu quälen?

Nein, die Lust habe ich nie verloren. Sie war es gerade, die mich angetrieben hat, Gas zu geben. Und wenn man nach einer langen Pause bei null anfängt, dann sieht man sehr schnell den Formanstieg. Dank unseres Physio-Teams und freundlichen Athletik-Trainers habe ich schnell den Anschluss gefunden.

Gegen Friesenheim hatten Sie einige starke Szenen. Wie weit sind Sie noch von Ihrer Bestform entfernt?

Es ist immer schwer, so etwas in Prozentpunkten auszudrücken. Mir fehlt nach dem letzten halben Jahr auf jeden Fall etwas Sicherheit. Die kommt aber mit den Spielen zurück. Bis zur Topform brauche ich aber noch eine kleine Weile.

Seit dieser Saison bilden Sie mit Jürgen Müller das Torhütergespann. Ändert sich für einen selbst eigentlich etwas, wenn ein Neuer kommt?

Am meisten Sorge hat mir gemacht, ob er schnarcht oder nicht. Und ich bin froh, dass er es nicht macht. Um spielen zu dürfen, muss man vernünftig trainieren und seine Leistung im Spiel bringen. Entscheidend ist, dass die Chemie stimmt. Nur so kann die Leistung stimmen. Und man konnte gegen Friesenheim sehen, dass Jürgen und ich auf einem guten Weg sind.