Simon Baumgarten im Interview

Herr Baumgarten, in Rostock hatte der TVB Probleme mit der Härte des Gegners, wie auch im Vorbereitungsspiel gegen Aix-en-Provence. Sind die TVB-Spieler zu weich oder einfach nicht clever genug?

Nein, das hat nichts mit zu hart oder zu weich zu tun. Handball ist ein sehr körperbetonter Sport, bei dem es richtig zur Sache geht. Jeder von uns ist lange genug dabei, um solche Attacken verkraften zu können. Wir müssen einfach cleverer und frecher bei solchen Abwehrformationen agieren. Dann tut es auch nicht so weh.

Rostock dürfte, auch wenn es stärker ist als im Vorjahr, kaum zu den Spitzenteams der Liga zählen. Muss der TVB dort nicht die Punkte mitnehmen, wenn er vorne mitspielen möchte?

Genau, das ist richtig. Um oben mitspielen zu können, dürfen solche Spiele nicht verloren werden.

Für Sie selbst lief’s mit acht Toren nicht schlecht in Rostock. Freuen Sie sich eigentlich, wenn der Gegner so offensiv deckt wie Empor und Ihnen damit mehr Platz bietet am Kreis?

Klar kommt mir eine offensivere Abwehr mehr entgegen. Aber ich muss für die Freiräume genauso hart arbeiten wie bei einer 6:0-Deckung.

Mit Lars Friedrich und Michael Schweikardt haben Sie jetzt neue Passgeber aus dem Rückraum. Wie gut funktioniert denn das Zusammenspiel mit den beiden schon?

Ich als Kreisläufer bin natürlich sehr abhängig von den Pässen an den Kreis. Aber wenn ich einigermaßen frei bin, sehen die beiden mich auch und ich bekomme die Bälle. Bisher habe ich 85 Prozent der Bälle von den beiden bekommen.

Heute kommt Friesenheim in die Scharrena. In der vergangenen Saison gab’s zwei Unentschieden. Warum wird’s diesmal zum Sieg reichen?

Weil wir mindestens ein Tor mehr werfen als die Friesenheimer. Wer nicht weiß, was er heute machen soll, ist eingeladen, sich ein spannendes Spiel in der Scharrena anzuschauen. So viel ich weiß, gibt es noch Karten. Es lohnt sich in jedem Fall.