„Viel zu brav in der Abwehr“

Eines scheint bereits nach zwei Spieltagen sicher: Langeweile dürfte auch in der zweiten Spielzeit der eingleisigen 2. Liga nicht aufkommen. Das eine oder andere arrivierte und mit Ambitionen in die Saison gestartete Team ist zumindest aufgeschreckt worden. So musste sich der ASV Hamm-Westfalen in eigener Halle dem TuS Ferndorf mit 29:31 geschlagen geben. Der Aufsteiger hatte zum Auftakt beim 24:33 gegen die SG BBM Bietigheim keine Chance gehabt. Die SG wiederum schrammte beim 29:28 gegen den SV Henstedt-Ulzburg, ein weiterer Aufsteiger, nur hauchdünn an einer Pleite vorbei. Der EHV Aue, gegen den TV Bittenfeld in der Scharrena klar unterlegen, zwang den hoch gehandelten Vorjahresvierten HC Erlangen mit 27:24 in die Knie.

Und die Bittenfelder? Die mussten in Rostock klein beigeben. Wobei die Partie von vornherein unter keinem guten Stern stand. Ausgerechnet bei der weitesten Anfahrt musste der TVB wegen des Fluglotsenstreiks kurzfristig umdisponieren: Statt bequem im Flugzeug anzureisen, ging’s in den überfüllten ICE nach Hamburg. „Das war sicher nicht die gewünschte Vorbereitung“, sagt Trainer Günter Schweikardt.

Zudem war’s nicht so, dass sich die Bittenfelder langsam ins Spiel tasten durften. Die Rostocker langten in der Abwehr von Beginn an kräftig hin. „Mit der offensiven Abwehr und der großen Härte sind wir nicht zurande gekommen“, sagt Schweikardt. „Wir haben uns den Schneid abkaufen lassen.“ Im Angriff habe kein Spieler, Simon Baumgarten ausgenommen, seine Form abgerufen.

Der schnelle 1:7-Rückstand und die beiden für den Trainer fragwürdigen Zeitstrafen gegen Michael Schweikardt, die er sich kurioserweise im Angriff einhandelte, beflügelten die Rostocker. Nachdem sich der TVB zum Ausgleich herangekämpft hatte, zerstörte das ineffektive Überzahlspiel die Führung. Auch nach der Pause liefen die Bittenfelder dem Rückstand hinterher. Die Rostocker fanden immer wieder die Lücken in der TVB-Deckung – egal, ob die in 5:1- oder 6:0-Formation spielte oder es mit einer Manndeckung versuchte. „Wir bekamen es einfach nicht gebacken und spielten viel zu brav.“ Im Eins-gegen-eins habe es zu viele Schwächen gegeben, auch das Zusammenspiel zwischen der Abwehr und den Torhütern habe nicht wirklich funktioniert.

Der Gegner ist stärker als im Vorjahr

Vorne fehlten auch im zweiten Spielabschnitt die Lösungsmöglichkeiten. Rostock brachte den Bittenfelder Angriff immer wieder nahe ans Zeitspiel, woraus etliche Ballverluste und schlechte Abschlüsse resultierten. Unterm Strich habe es zu viele Unzulänglichkeiten gegeben, um bei einem Gegner zu bestehen, der deutlich stärker aufgestellt sei als in der vergangenen Saison. Keine Frage: Für den Trainer war’s eine schmerzliche Niederlage. „Wir müssen aber Ruhe bewahren“, sagt Schweikardt. Die Resultate des zweiten Spieltags zeigten, wie ausgeglichen die Liga auch in dieser Saison sein werde.

Am Freitag (20 Uhr) kommt die TSG Ludwigshafen-Friesenheim in die Stuttgarter Scharrena. Das Team der Ex-Bittenfelder Marco Hauk und Arni Sigtryggsson wartet noch auf den ersten Punkt, musste sich zweimal mit einem Tor Differenz geschlagen geben.

Die Kartengewinner für die Scharrena

Dreimal zwei Tickets für das Spiel des TV Bittenfeld in der Scharrena in Stuttgart am kommenden Freitag, 14. September (20 Uhr), gegen die TSG Ludwigshafen-Friesenheim hat die Sportredaktion verlost. Die Gewinner stehen fest:

Jürgen Ragg (Schorndorf), Hartmuth Müller (Schorndorf), Carmen Wiesenborn (Korb).

Die Karten werden den Gewinnern in diesen Tagen zugeschickt.

Wer mitmachen wollte beim Gewinnspiel, musste folgende Frage beantworten: Welche beiden Spieler der TSG spielten schon beim TV Bittenfeld? Es waren Marco Hauk und Arni Thor Sigtryggsson. 86 richtige Einsendungen gingen in der Sportredaktion ein.

Karten im Vorverkauf für das Spiel gibt es wie immer bei Easy-Ticket (Tel. 0711/2555555 / www.easyticket.de) und auf der TVB-Geschäftsstelle (Schillerstraße 64, ) 07146/2818750, Fax: 07146/2818755, moh@tvb1898.de