Interview mit Florian Schöbinger

Herr Schöbinger, aufgrund Ihres studienbedingten Auslandsaufenthalts sollten Sie in der Hinrunde gar nicht für den TV Bittenfeld spielen. Wie kam’s eigentlich zum Einsatz gegen den EHV Aue?

Günter Schweikardt hat mir kurz vor meiner Abreise gesagt, dass er mich bei den ersten beiden Spielen gerne dabei hätte. Zu diesem Zeitpunkt waren auch noch einige Spieler angeschlagen oder verletzt. Und jeder weiß, wie wichtig es ist, gut in die Runde zu starten.

Im Umfeld war ja erhebliche Nervosität zu spüren vor dem Saisonauftakt. Wie war Ihre persönliche Gemütslage vor dem Spiel?

Die Nervosität war schon größer als sonst, was auch dem Umstand geschuldet war, dass ich die letzten Wochen nicht mit der Mannschaft trainieren konnte. Zu dieser Nervosität kam allerdings große Vorfreude auf das erste Spiel und die neue Halle.

Auf dem Spielfeld wirkte der TVB ziemlich unaufgeregt. Wann hatten Sie das Gefühl, dass der Sieg nicht in Gefahr gerät?

Ich hatte eigentlich die ganze Zeit das Gefühl, dass wir das Spiel im Griff haben. Als wir es dann Anfang der zweiten Hälfte schafften, die Torchancen wieder besser zu nutzen und sich unsere Überlegenheit auch im Ergebnis widerspiegelte, war ich mir sicher, dass wir uns die ersten beiden Punkte holen werden.

Im ersten Auswärtsspiel in Rostock am Freitag werden Sie noch mal dabei sein. Für den Verein und Sie selbst ist das ja ein ziemlicher Aufwand. Sind in der Hinrunde noch weitere Einsätze geplant?

Es ist gut möglich, dass es noch zu weiteren Einsätzen kommen kann.

Wie läuft’s im Studium in Bergen? Haben Sie sich in Norwegen schon eingelebt?

Anfangs war es schon eine große Umstellung und es hat auch etwas gedauert, bis ich mich an das Leben im Studentenwohnheim, die hohen Preise und den vielen Regen gewöhnt hatte. Aber mittlerweile habe ich mich ganz gut eingelebt. Das Studium in Bergen macht sehr viel Spaß. Die Vorlesungen finden in kleineren Gruppen statt und auch der Stil ist ein anderer. Die Studenten werden mehr eingebunden und es besteht viel engerer Kontakt mit den Professoren.

Wie und wo halten Sie sich sportlich fit?

Ich trainiere zwei bis dreimal die Woche bei Fyllingen Bergen, einem norwegischen Erstligisten. Das Niveau dort ist vergleichbar mit der eingleisigen zweiten Liga in Deutschland. Zusätzlich mache ich Einheiten im Fitnessstudio und nutze das vielseitige Sportangebot der Universität.