Schweikardt lobt Schmidl und Kienzle

70 Tore und ein unterhaltsames Spiel sahen die 1300 Zuschauer in der Bietigheimer Viadukthalle. Das bessere Ende hatte die SG beim 36:34, und die schlechte Serie des TVB fand damit ihre Fortsetzung: In den jüngsten 13 Spielen sammelte er bei einem Sieg und drei Unentschieden magere fünf Punkte.

Bei den heimstarken Bietigheimern hielt Bittenfeld lange dagegen – und schnupperte nach einem Sechs-Tore-Rückstand in der 50. Minute überraschend doch noch zumindest an einem Punktgewinn. 33:32 stand’s dreieinhalb Minuten vor dem Ende für die SG, ehe Jürgen Schweikardt nach einer Aktion gegen Robin Haller die Rote Karte sah. Das war möglicherweise die entscheidende Schwächung für den TVB, der personell sowieso schon lädiert war.

Arni Sigtryygsson stand wegen einer Wadenverletzung erst gar nicht im Kader. Jan Forstbauer kehrte mit einer Patellarsehnenreizung vom Lehrgang der Junioren-Nationalmannschaft zurück und hatte im Derby einen Kurzeinsatz. Der Vertreter der beiden Linkshänder im rechten Rückraum, Adrian Wehner, spielte nur in den ersten 30 Minuten: Nach einem Schlag auf den Kopf ließ sein Brummschädel keinen Einsatz mehr zu. Der künftige Bietigheimer Thorsten Salzer sprang auf dieser Position ein, und Schweikardt war zufrieden mit ihm. „Er hat das sehr ordentlich gemacht.“

Gefreut hat sich der Trainer auch über die Leistung von Torhüter Felix Schmidl („er hat in der zweiten Halbzeit klasse gehalten“) und Martin Kienzle. „Sie haben, wie zuvor schon Michael Seiz, ihre Ansprüche angemeldet.“

Günter Schweikardt hat – trotz der Niederlage – also positive Erkenntnisse gewonnen. Im letzten Saisonspiel am Samstag gegen die TSG Friesenheim sollen endlich noch mal Punkte gesammelt werden.