Arnor Gunnarsson im Interview

„Zwei gute Jahre beim TVB“ – Arnor Gunnarsson im Gespräch

Beim 31:30-Sieg des TVB gegen die HSG Nordhorn-Lingen war Arnor Gunnarsson der überragende Bittenfelder Spieler. Der Isländer wird den TVB am Ende der Saison verlassen. „Ich möchte mich mit starken Spielen verabschieden“, sagt der 24-Jährige im Interview.

Herr Gunnarsson, Sie haben in der Scharrena ein tolles Spiel gemacht, unter anderem alle Siebenmeter verwandelt. Was ging Ihnen durch den Kopf, als Sie zwölf Sekunden vor Schluss den Ball zum letzten und entscheidenden Strafwurf in die Hand nahmen?

Als Arni Sigtryggsson den Siebenmeter herausgeholt hatte, dachte ich, jetzt kann ich den Fans den Siebenmeter zurückgeben, den ich gegen Düsseldorf verworfen hatte. Als ich am Siebenmeterstrich stand, war ich ruhig und entspannt.

Sie haben in der Porsche-Arena und in der Gemeindehalle gespielt und jetzt auch in der Scharrena. Wie unterscheiden sich die Hallen voneinander?

Alle Hallen sind unterschiedlich und ich mag sie alle. Aber ich glaube, es ist der richtige Schritt und eine gute Entscheidung des TVB, seine Spiele in der nächsten Saison in der Scharrena auszutragen.

In ein paar Wochen wird die Saison zu Ende gehen. Sind Sie zufrieden mit der Vorstellung des TVB und Ihrer persönlichen?

Die eingleisige 2. Liga ist viel stärker als die 2. Liga Süd. Das haben wir aber vor der Saison bereits gewusst. Wir haben einige sehr gute und einige weniger gute Spiele gemacht. Deshalb muss ich die Frage mit Jein beantworten. Meine Leistungen waren ähnlich wie die des Teams. Wie in der vergangenen Saison habe ich gute und schlechte Spiele gemacht. So ist es nun einmal, niemand ist perfekt. Unterm Strich denke ich, dass meine Leistungen und die der Mannschaft in den vergangenen beiden Jahren gut waren.

Sie werden den TV Bittenfeld am Ende der Saison verlassen und zum Bergischen HC wechseln. Dort wollten Sie eigentlich in der 1. Liga spielen, nun sieht’s so aus, als steigen die Löwen ab. Bereuen Sie mittlerweile Ihre Entscheidung?

Nein. Wenn du zu viel nachtrauerst in deinem Leben, hast du kein glückliches Leben. Ich bin glücklich mit meiner Entscheidung. Ich hatte beim TV Bittenfeld zwei gute Jahre und ich möchte mich in den restlichen vier Spielen mit starken Leistungen vom Verein und von den Fans verabschieden.