Knappe Niederlage in Erlangen

Während der TV Bittenfeld noch vor drei Wochen im Pokalspiel gegen den HC Erlangen nach einer beeindruckenden Vorstellung verdient mit 28:26 gewonnen hatte, gab es am Samstagabend beim Auswärtsspiel in Erlangen nichts zu erben für die Mannen von Günter Schweikardt und seinem Trainerteam. Der gute Start in die Partie war nach zehn Minuten bereits vergessen. Markus Hock und Erlangens bester Schütze Daniel Stumpf (9 Treffer) brachten die Hausherren auf 6:3 in Front, der TVB blieb vorerst mit Thorsten Salzers Treffer zum 5:7 auf Tuchfühlung.

Doch dies sollte den Bittenfeldern nicht auf Dauer gelingen. Viele Würfe fanden den Weg an Pfosten oder Latte des HC-Gehäuses oder wurden Beute für den gut aufgelegten Gästetorhüter Andreas Bayerschmidt. Erlangen erhöhte kontinuierlich den Vorsprung, beim Stande von 5:10 (19.) nahm TVB-Coach Günter Schweikardt die Auszeit. Doch in den verbleibenden zehn Minuten bis zur Halbzeit gelang den Wild Boys nur noch ein Treffer in der heiß umkämpften und teilweise hitzigen Partie. Der HC nutzte seine Chancen besser und zog auf 13:8 davon.

Nach der Pause veränderte sich der Spielverlauf kaum. Jan Forstbauer und der angeschlagene Florian Schöbinger hielten den TVB im Spiel, konnten den 16:10-Rückstand nach 35 Minuten jedoch auch nicht verhindern. Erst die zahlreichen Paraden von Daniel Sdunek, der für den ebenfalls gut aufgelegten Gregor Lorger ins Spiel kam, waren nochmals Auslöser für eine beeindruckende Aufholjagd, in der das ersatzgeschwächte Team bis zum Schlusspfiff kämpfte. Das Fehlen von Adrian Wehner und der Einsatz der angeschlagenen Florian Schöbinger und Arni Sigtryggsson versuchte der TVB durch mannschaftliche Geschlossenheit zu kompensieren.

In einer verbissenen Schlussphase verkürzte Bittenfeld den Rückstand von 21:15 (51.) innerhalb weniger Minuten auf 22:20 (57.). Der Anschlusstreffer schien nun greifbar nahe zu sein, die Atmosphäre in der Sporthalle war auf dem Höhepunkt. Doch dem TVB sollte der so wichtige Treffer einfach nicht gelingen. Erst 28 Sekunden vor dem Schlusspfiff gelang Tobias Schimmelbauer der lang ersehnte 21:22-Anschluss, der HC verwaltete allerdings den Ballbesitz erfolgreich und machte keinen Fehler mehr. Damit hatten die Wild Boys denkbar knapp das Nachsehen.

„Heute hat uns einfach die nötige Durchschlagskraft gefehlt“ stellte Günter Schweikardt nach dem Spiel fest, dem Alternativen im Rückraum fehlten. „Unser kämpferischer Schlussspurt wurde heute leider nicht belohnt, ein Punkt wäre durchaus verdient gewesen“ sagte er im Hinblick auf den bedingungslosen Einsatz seines Teams.

TV Bittenfeld:
Sdunek, Lorger – Heib (1), Schimmelbauer (4), Weiß (4), Forstbauer (1), Salzer (2), Schweikardt, Gunnarsson (4/3), Schöbinger (3), Sigtryggsson (1), Pabst.

HC Erlangen:
Bayerschmidt, Selke – Hock (1), Müller, Schwandner (1), G. Münch (3), H. Münch, Krämer, Nienhaus (5), Hess, Schneck, Pankofer (3), Schmidtke, Stumpf (9/2).