Sigtryggsson bleibt in Bittenfeld

Während der WM-Pause im Januar präsentierten die Bittenfelder mit Thorsten Salzer und Arni Sigtryggsson gleich zwei Neuzugänge. Während Salzer eher unauffällig blieb und zudem Pech hatte mit einem Mittelhandbruch, schlug der Isländer gleich prächtig ein. Nicht nur wegen seiner acht Tore beim Debüt gegen den TV Hüttenberg in der Porsche-Arena. In den elf Spielen, die Sigtryggsson für den TVB bestritten hat, erzielte er 55 Tore. „Arni hat sich prima eingelebt und schnell sehr gute Leistungen gezeigt“, sagt TVB-Trainer Günter Schweikardt. „Für uns war er eine äußerst bedeutende Verpflichtung.“

Der Vertrag des Isländers, der vom Erstligisten DHC Rheinland kam, galt lediglich für die aktuelle Saison. Nun haben sich der TVB und Sigtryggsson auf eine weitere Spielzeit geeinigt.

Schweikardt ist überzeugt davon, dass sich der Isländer in der eingleisigen 2. Liga stabilisieren und „einen weiteren Schritt“ machen wird. Auch der Isländer freut sich auf seine zweite Saison beim TVB, wie er im Interview verrät.

Herr Sigtryggsson, in Bittenfeld verdienen Sie sicherlich weniger Geld als in der 1. Liga. Warum haben Sie sich trotzdem dafür entschieden, beim TVB zu bleiben?

Es ist seit Januar beim TV Bittenfeld und mir gut gelaufen. Ich denke, der TVB und ich haben gut gespielt und es macht einfach Spaß, ein Teil dieser Mannschaft zu sein. Ob 1. oder 2. Liga, mehr oder weniger Geld: Wenn’s sportlich läuft und der Erfolg mit dem Team da ist, ist das die Hauptsache.

Waren die Vertragsverhandlungen schwierig?

Nein.

Hatten Sie andere Angebote aus der 1. Liga oder aus dem Ausland?

Der TVB war meine erste Wahl. Natürlich fragen Vereine nach, aber so ist das nun einmal in diesem Geschäft.

Was gefällt Ihnen besonders an Bittenfeld?

Die Leute hier sind freundlich und handballverrückt. Es macht unheimlich viel Spaß, in der Gemeindehalle und in der Porsche-Arena zu spielen. In der Porsche-Arena Handball zu spielen, eröffnet eine andere Dimension. Wir haben nur ein Heimspiel in dieser Saison verloren. Das zeigt, wie schwierig es ist für andere Mannschaften, hier vor unseren Fans zu spielen.

Glauben Sie, dass es für den TV Bittenfeld in der eingleisigen 2. Bundesliga schwer wird?

Die neue eingleisige 2. Liga wird viel stärker besetzt sein. Aber ich bin optimistisch, wir sind keine schlechte Mannschaft. Wir haben alle Spitzenteams in der 2. Bundesliga Süd geschlagen. Und ich denke, wir können auch gegen die Spitzenmannschaften aus dem Norden gewinnen.

Kennen Sie Spieler aus der 2. Bundesliga Nord und wie gut, glauben Sie, sind die Mannschaften dort?

Ich kenne einige Spieler aus der 2. Bundesliga Nord. Ich schätze die Spitzenmannschaften aus dem Norden und aus dem Süden in etwa gleich gut ein. Aber natürlich weiß ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht, wie die Mannschaften in der nächsten Saison aufgestellt sein werden. Aber ich gehe davon aus, dass die Teams noch stärker sein werden.