TV Bittenfeld zerlegt den Spitzenreiter Bergischer HC

Zum ersten Mal seit Dezember 2010 kehrte der TV Bittenfeld in die heimische Gemeindehalle zurück. In dieser Saison gewann die Mannschaft von Günter Schweikardt und seinem Trainerteam dort jedes Spiel – eine beeindruckende Serie, die auch nach dem heutigen Spiel Bestand hat. Der TVB startete furios und setzte sich von 5:2 auf 10:4 und wenig später sogar auf 14:5 ab. Die Gäste wirkten mit den überfallartigen Angriffen des TVB überfordert, fanden zu keiner Zeit zu ihren eigenen Stärken. Beim TVB traf fast jeder Spieler in diesem ersten Durchgang, die Mannschaft war so kaum berechenbar für die Defensivreihe des BHC. Der 9-Tore-Vorsprung hielt bis zur Pause und stellte ein beruhigendes Polster für den zweiten Durchgang dar.

Aus den Erfahrungen in der bisherigen Saison – mit verspielten Führungen – war allerdings noch keine Entspannung für Zuschauer und Spieler angebracht. Von einem starken Torhüter-Duo angeführt, glänzte am Samstagabend auch die TVB Abwehrreihe, ließ gegen diesen im Rückraum prominent besetzten Gegner kaum etwas zu. Symbolisch heute  für den starken Auftritt des TVB war die Leistung vom 18 jährigen Jan Forstbauer. Voller Selbstvertrauen trug der Junioren-Nationalspieler mit vier Toren zum Sieg bei und zeigte, dass der TVB neben Arni Sigtryggsson noch einen zweiten starken Mann im rechten Rückraum zur Verfügung hat. Bereits am Montag muss Jan Forstbauer wieder zu einem DHB-Lehrgang, kann dort mit breiter Brust anreisen.

Sein Partner im halbrechten Rückraum, Arni Sygtryggsson erzielte seinen ersten Treffer gegen die Löwen zehn Minuten vor dem Ende, hielt seine Farben weiter mit zehn Toren in Front. Wenig später bediente der Isländer seinen Landsmann Arnor Gunnarsson, der den Ball per Kempa-Trick im Tor des BHC unterbrachte. Dem TV Bittenfeld gelang an diesem Abend extrem viel, den Gästen sehr wenig – auch und vor allem weil die Wild Boys bis zur letzten Minute konzentriert in der Deckung agierten.

Am Kreis traf Simon Baumgarten aus unmöglichen Positionen und avancierte mit seinen sieben Treffern, davon fünf im zweiten Durchgang, zum zweibesten Torschützen der Wild Boys. Lediglich Arnor Gunnarsson erzielte einen Treffer mehr und unterstrich seine Rolle als Toptorschütze des TV Bittenfeld. Mit der Schlusssirene erzielte ausgerechnet Hendrik Pekeler den 36:28 Endstand und betrieb damit lediglich noch Ergebniskosmetik. Pekeler, der mit seinem Einsatz im Hinspiel für viel Wirbel in der 2.Bundesliga Süd gesorgt hatte, rundete diesen Abend also ab und zog unter die Duelle Wild Boys vs. Löwen für diese Saison einen erfreulichen Schlussstrich.    
    
TVB: Rutschmann, Sdunek; Schimmelbauer (1), Schöbinger (3), Forstbauer (4), Weiß (4), Schweikardt (1), Gunnarsson (8/3), Heib (1/1), Baumgarten (7), Sigtryggsson (1), Wehner (6), Salzer

BHC: Stochl, Huhnstock; Behr (n.e.), Hoße (3/1), Vitek (1), Klev (6), Quade, Moen, Kluge, Nippes (1), Oelze (7/1), Reinarz (1), Pekeler (5), Karason (4)

Zuschauer: 1100 (ausverkauft)

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