Bittenfeld wartet auf das Urteil

„Wir müssen zunächst das schriftliche Urteil abwarten“, sagt der sportliche Leiter und Trainer Günter Schweikardt. Mit der Zustellung rechnet er heute erst.

Am 27. November hatte das Bundessportgericht in erster Instanz zugunsten der drei Vereine Coburg, Bittenfeld und Frankfurt entschieden, dass der Bergische HC den Spieler Hendrik Pekeler dreimal unrechtmäßig eingesetzt hatte. Die Punkte gingen an Bittenfeld, Coburg und Frankfurt. Nun erhält der Bergische HC die sechs Punkte zurück und ist somit ab sofort Tabellenführer der 2. Bundesliga Süd. Der TV Bittenfeld hingegen fällt auf den siebten Platz zurück.

Günter Schweikardt wurde von dem Urteil zwar nicht wirklich überrascht, aber er macht auch deutlich: „Wir finden das nicht in Ordnung.“ Unbefriedigend ist vor allem das Hickhack innerhalb der Handball-Organisationen. Die Abstimmung zwischen Deutschem Handball-Bund und Deutscher Handball-Liga ist deutlich verbesserungsfähig.

Enttäuscht ist man beim TVB auch darüber, dass der Bergische HC die Bittenfelder zeitweise als Sündenbock auserkoren hatte und den Verein in ein nicht angemessenes Licht rückte. Vor ein ordentliches Gericht zu ziehen, wie es der Bergische HC in den letzten Wochen und Monaten ankündigte, erwog der TV Bittenfeld nicht. Er sieht aber die Androhung der Bergischen Löwen zu diesem Schritt als eine bedenkliche Druckerhöhung auf die Instanzen der jeweiligen Sport- und Verbandsgerichte.

Der TVB will sich nun voll und ganz auf die sportlichen Aufgaben der kommenden Wochen konzentrieren. Der Vorsprung auf den Relegationsplatz beträgt nach der neuerlichen Entscheidung der Sportgerichte nur noch drei Punkte. Das sollte Motivation genug sein für die Spieler des TV Bittenfeld. Der hat es in den nächsten beiden Heimspielen jeweils mit Tabellenführern zu tun. Am 4. Februar in der Porsche-Arena mit dem ehemaligen Spitzenreiter TV Hüttenberg und am 19. Februar in der Bittenfelder Gemeindehalle mit dem neuen Spitzenreiter, dem Bergischen HC. Nach den Vorkommnissen eine besonders brisante Partie? Schweikardt: „Nicht brisant, aber hochinteressant.“