Bittenfeld kassiert herbe Niederlage in Groß-Umstadt

Mit dem genesenen Marcel Lenz, jedoch ohne den verletzten Abwehrchef Ludek Drobek reiste der TV Bittenfeld am Sonntag zum Liganeuling TV Groß-Umstadt. Das Fehlen des über 2 Meter großen Tschechen war, im Vergleich zu den letzten Spielen, nicht kompensierbar. Schon zu Beginn der Partie kassierten die Wild Boys viele einfache Tore, führten das letzte Mal beim Stand von 4:5. Danach übernahmen die Gastgeber das Spiel, lagen lange mit ein oder zwei Toren in Front und zogen kurz vor der Pause sogar auf vier davon. Die Bittenfelder hatten zu diesem Zeitpunkt noch Antworten parat, konnten den Pausenstand mit 18:16 moderat gestalten.
Die sonst starke Defensive des TVB, inklusive beiden Torhütern, zeigte bis dahin eine zu nachlässige und unkonzentrierte Leistung. Bastian Rutschmann und Daniel Sdunek wechselten mehrfach im Tor des TVB, erwischten aber beide keinen guten Tag. Die Hoffnung auf eine Wende nach der Pause war schnell erloschen. Aus dem 18:16 für Groß-Umstadt war bereits in der 40.Minute ein 24:17 geworden. Die Defensive des TVB hatte sich nicht festigen können und vorne agierten die Gäste aus dem Rems-Murr-Kreis unentschlossen. Einzig Arnor Gunnarsson zeigte in der Offensive eine ordentliche Leistung, scheiterte aber ausgerechnet in dieser kritischen Phase von der Siebenmeter-Linie.
Die Umstädter spielten sich vor dem begeisterten Publikum immer weiter in einen Rausch und hatten im zweiten Durchgang auch ab und an das Glück des Tüchtigen. Als die Führung sich in der 49.Minute bis auf neun Tore erhöht hatte, lag ein Debakel für die Wild Boys in der Luft. Die Mannschaft von Günter Schweikardt und seinem Trainerteam konnte dieses letztlich zwar vermeiden, betrieb aber in der Schlussphase des Spiels nur noch Ergebniskosmetik.
Am Ende siegten die Umstädter mit einer starken Teamleistung, gestützt durch den starken Torwart Michael Rebstock. Für den TVB bleiben die fremden Hallen in der Liga kein gutes Pflaster und es gilt sich ab sofort auf das schwere Derby gegen die SG BBM Bietigheim vorzubereiten. Am Freitag in der Porsche Arena muss dann eine bessere Leistung her, um sich vor eigenem Publikum zu rehabilitieren.

TVG: Rebstock, Elsner, Mauch (1), See (5), Scholz (8/1), Werner (4), Buschsieper (5), Nastos (2), Acic, Büdel (6), Kramer (1), Schulz (5)

TVB: Rutschmann, Sdunek, Schimmelbauer (1), Schöbinger (4), Forstbauer (1), Weiß (3), Schweikardt (2), Gunnarsson (11/5), Heib (4), Baumgarten (5), Wehner (1)

Stimmen zum Spiel:

Günter Schweikardt – „Große Anerkennung für die Leistung unseres Gegners. Uns ist es einfach von Anfang an nicht gelungen einen guten Abwehrverband zu bilden. Das war sicherlich der bedeutendste Auslöser für die Niederlage.“

Alexander Heib – „Wir haben in der Abwehr einfach keinen Kontakt zu den Gegenspielern bekommen. Haben dort häufig alleine und nicht als Mannschaft agiert. In der ersten Halbzeit war es vorne noch in Ordnung, im zweiten Durchgang haben wir dann versagt, waren zu statisch.“

Arnor Gunnarsson – „Wir haben in der Abwehr extrem schlecht gespielt. Der Gegner hatte es zu leicht in die Nähe unseres Tores zu kommen. Sie haben viele leichte Tore werfen können.“

Daniel Sdunek – „Wir haben es nicht geschafft vernünftig zu decken und ein Mittel gegen die druckvollen Rückraumspieler zu finden. Im Angriff fehlte der sonst vorhandene Fluss.“