Bittenfeld weiter mit Personalsorgen

TV Groß-Umstadt (17. Platz, 6:24 Punkte) – TV Bittenfeld (3. Platz, 22:8 Punkte/Sonntag, 17 Uhr). Das Spiel gegen den OSC Rheinhausen war ein Spiegelbild vieler Auftritte zuvor der Bittenfelder. Gegen den Aufsteiger kam der TVB wieder mühsam in Fahrt. Letztmals einen Gegner von Anfang an im Griff hatte der TVB die Coburger am 2. Oktober.

„Natürlich wär’s wichtig, sich von Anfang an ein bisschen abzusetzen, um Sicherheit ins Spiel zu bekommen“, sagt der Bittenfelder Trainer Günter Schweikardt. Andererseits habe sein Team auch nach einer deutlichen Führung zittern müssen. Beispielsweise gegen Saarlouis. „Wenn die Spiele laufen wie zuletzt, sind wir zufrieden.“ Da reichten dem TVB starke Phasen in den zweiten 30 Minuten.

Am Sonntag geht’s zum letzten Aufsteiger in der Hinrunde. Dem TV Groß-Umstadt war eine schwere Saison prognostiziert worden. Und momentan sieht’s auch so aus, als sollte es nichts werden mit der Qualifikation für die eingleisige 2. Liga. Zehn Punkte liegen zwischen Rang neun und der Mannschaft von Trainer Ralf Ludwig. In nur zwei von 15 Spielen ging der TV als Sieger vom Feld: beim 26:24 in Groß-Bieberau und beim 20:19 gegen Eisenach. Dass der Bittenfelder Gegner indes kein Kanonenfutter ist, hat er mehrfach unter Beweis gestellt. Der TV Korschenbroich ließ ebenso einen Punkt liegen wie der HC Erlangen. Große Mühe hatte der TV Neuhausen/Erms beim 27:25 und zuletzt der Bergische HC beim 27:24.

„Groß-Umstadt wird mit aller Macht versuchen, uns ein Bein zu stellen“, sagt Günter Schweikardt. Prunkstück des TV Groß-Umstadt ist die robuste Deckung mit den zweitligaerfahrenen Thomas Mauch, Oliver Schulz (beide ehemals HSG Frankfurt) sowie Tom Grunwaldt (TV Gelnhausen). Vor der Saison verstärkte sich der TV mit dem dritten Frankfurter, Axel Buschsieper. Mit ihm spielte der Bittenfelder Tobias Schimmelbauer in der vergangenen Spielzeit noch zusammen.

In guter Form präsentierte sich in den vergangenen Spielen der Groß-Umstadter Torhüter Jens Elsner. Aufpassen müssen die Bittenfelder auf den Linkshänder im rechten Rückraum, Florian See. Schweikardt setzt wieder auf sein Torhüterduo Daniel Sdunek/Bastian Rutschmann („auf sie konnten wir uns in den letzten Spielen verlassen“) und auf die stabile Deckung.

Der dritte Auswärtssieg des TVB wäre die beste Werbung für die beiden Auftritte in der Porsche-Arena am 17. Dezember gegen Bietigheim und am 26. Dezember gegen Aue. Allerdings ist die Personaldecke nach wie vor eng: Für Marcel Lenz und Jens Baumbach kommt ein Einsatz ebenso zu früh wie für Adrian Wehner. Beim Rückraumspieler hatte nach seinem Muskelfasserriss in der Wade ein bisschen Hoffnung bestanden. „Ein Einsatz ist uns aber zu riskant“, sagt Schweikardt. Drobek wird nach seinem Bandscheibenvorfall vermutlich länger ausfallen.

So werden, wie schon gegen Rheinhausen, Martin Kienzle und Michael Seiz aus dem Perspektivteam zum Kader stoßen. Um sie nicht festzuspielen, will Schweikardt sie allerdings nur im Notfall einsetzen. „Wir versuchen, zunächst irgendwie so durchzukommen.“

Auch wenn’s beim einen oder anderen Spieler an die Substanz geht.