Erster TVB-Sieg in der Fremde

Riesig war die Erleichterung bei den Bittenfeldern nach dem Schlusspfiff, ganz ohne Zittern indes ging’s auch diesmal nicht. Sieben Minuten vor dem Ende führte der TVB mit 21:16, kassierte drei Gegentore in Folge und geriet unnötigerweise noch in Bedrängnis. Simon Baumgarten nach einem Traumzuspiel von Alexander Heib und der vom Siebenmeterstrich nervenstarke Arnor Gunnarsson sorgten mit dem 23:19 (57.) für die Entscheidung.

Die Schiedsrichter hatten eine schwierige Aufgabe

Es war von Beginn an ein sehr emotionales Spiel, die Schiedsrichter Murat und Mustafa Aslandag hatten alle Hände voll zu tun. Die Bittenfelder erwischten dabei einen perfekten Start, führten mit 3:0 und 4:1. Plötzlich indes verlor der TVB seinen Rhythmus, die TSG glich zum 4:4 aus (7.).

Im Anschluss leisteten sich beide Mannschaften im Angriff etliche Fehler, was sich im torarmen Spielstand niederschlug (8:8/19.). Nach 23 Minuten sahen sich die Bittenfelder nach dem 10:9 durch den immer stärker werdenden TSG-Kreisläufer Dennis Rybakov zum ersten Mal im Rückstand, doch in der Schlussphase der ersten 30 Minuten trumpfte einer groß auf: Dominik Weiß netzte viermal hintereinander ein zur 13:10-Pausenführung für den TVB.

Die Gäste kamen hochkonzentriert aus der Kabine. TVB-Keeper Bastian Rutschmann wurde immer stärker, die Abwehr stand sehr gut. Nach drei Toren in Folge zum 16:10 (34.) schienen die Bittenfelder das Spiel im Griff zu haben. Dann jedoch wurde es ruppig und hektisch, es hagelte Zeitstrafen. Der TVB verlor die Linie, leistete sich etliche Fehlwürfe – und beim 15:17 hieß es nach 43 Minuten: aufgepasst.

Lupfer von Baumgarten war eine Schlüsselszene

Doch Weiß blieb mutig, er hatte die Antwort auf die Groß-Bieberauer Treffer zum 18:15 und 19:16. Ganz wichtig war der erste Treffer von Simon Baumgarten zum 20:16 (47.). Der TVB-Kreisläufer lupfte den Ball über TSG-Keeper Marco Henne ins Tor.

Eine weitere Schlüsselszene folgte drei Minuten später. Andreas Neumann, einer der wichtigsten TSG-Spieler, musste zum dritten Mal für zwei Minuten auf die Strafbank, damit war das Spiel für ihn beendet. Als erneut Weiß zehn Minuten vor dem Ende das 21:16 erzielte, schienen die ersten Auswärtspunkte in trockenen Tüchern. So schnell jedoch wollte der kampfstarke Gegner nicht aufgeben, kam noch mal auf zwei Tore heran (19:21).

Beim 20:23 zwei Minuten vor der Schlusssirene beendete Adrian Wehner mit seinem ersten und einzigen Treffer zum 20:24 die letzten Hoffnungen der TSG. Florian Schöbinger und Alexander Heib legten noch zwei Treffer zum 26:21-Endstand nach.

Mit diesem ersten Auswärtserfolg schraubte der TVB sein Punktekonto auf 12:8 und kletterte auf den fünften Tabellenplatz. Der indes täuscht ein wenig, beträgt das Polster auf den neunten Rang doch lediglich zwei Verlustpunkte.

Am kommenden Wochenende hat die 2. Bundesliga Pause. Weiter geht’s am Freitag, 5. November, mit dem ersten Auftritt in der Porsche-Arena im Württemberg-Derby gegen die SG Haslach-Herrenberg-Kuppingen.

TSG Groß-Bieberau: Beck, Henne; Göbel (1), Malik, Knobloch (3), Gaydoul, Laurencs (1), Alexej Rybakov (1), Konrad (3), Bauer (3), Neumann (3), Dennis Rybokov (6/1), Arnold.

TV Bittenfeld: Rutschmann, Sdunek; Schimmelbauer (4), Schöbinger (1), Forstbauer, Weiß (10), Baumbach, Schweikardt (1), Gunnarsson (5/3), Heib (1), Baumgarten (2), Wehner (1), Drobek (1).