Der Traum vom großen Gegner

TV Bittenfeld und DHB-Pokal: War da nicht was? Exakt heute vor einem Jahr, am 22. September 2009, verfolgten rund 1200 Zuschauer in der Gemeindehalle ein denkwürdiges Pokalspiel. In der zweiten Runde hatte der TVB nach einem begeisternden Spiel den haushohen Favoriten Rhein-Neckar-Löwen am Rande einer Niederlage. Zur Pause führten die Bittenfelder mit 19:11 und mussten sich schließlich unglücklich in der Verlängerung mit 32:33 geschlagen geben. Trotzdem: Es war eine Partie für das TVB-Geschichtsbuch.

„Dieses Spiel kommt einem natürlich immer wieder in den Sinn, wenn man im Pokal antritt“, sagt der Bittenfelder Trainer Günter Schweikardt. „Deshalb werden wir alles dafür tun, vielleicht noch einmal so ein Erlebnis zu haben.“ Dazu indes muss der TVB heute Abend in der Großsporthalle im Wesner in Groß-Bieberau zunächst einmal die zweite Runde überstehen. Und das dürfte schwer genug werden.

Die TSG Groß-Bieberau spielt in der dritten Saison in der 2. Bundesliga. Nach Rang neun im Aufstiegsjahr schnitt das Team von Trainer Thomas Göttmann in der vergangenen Spielzeit auf Rang 14 nicht ganz so gut ab. Der TV Bittenfeld hat unterschiedliche Erfahrungen gemacht mit der TSG. 2008/2009 setzte es auswärts beim 20:36 eine der bittersten Niederlagen in der 2. Liga überhaupt, im Rückspiel hatte der TVB knapp mit 25:23 die Nase vorne. In der vergangenen Saison entschieden die Bittenfelder beide Partien für sich (34:27 und 30:28). Das Spiel in der Porsche-Arena war allerdings eine äußerst zähe Angelegenheit.

TVB-Trainer Günter Schweikardt befürchtet, dass sich die TSG Groß-Bieberau nach ihrem etwas unglücklichen Saisonauftakt im Pokal das nötige Selbstvertrauen holen möchte. Zum Saisonauftakt kamen die Odenwälder beim TV Neuhausen/Erms mit 14:33 unter die Räder, gegen den Aufsteiger TV Groß-Umstadt setzte es eine 24:26-Niederlage. Keine Probleme indes hatte die TSG gegen den zweiten Aufsteiger OSC Rheinhausen beim 33:22. Zuletzt unterlag Groß-Bieberau den starken Bietigheimern zwar mit 25:32, hatte jedoch bis zwölf Minuten vor dem Ende beim 22:25 noch Hoffnung auf zumindest einen Punkt.

Mit Felix Kossler (TV Großwallstadt) und Maximilian Schubert (FA Göppingen) verloren die Groß-Bieberauer ihre gefährlichen Außenspieler. Dafür hat sich Dennis Rybakov nach langer Verletzungspause wieder zurückgemeldet. Er gehört zusammen mit seinem Bruder Alexej, Torhüter Felix Beck und Mathias Konrad im linken Rückraum zu den Stützen im Team. Prunkstück der TSG ist die kompakte Defensive. „Da brauchen wir viel Durchsetzungsvermögen und Schwung“, sagt Schweikardt.

Der TVB wird heute – mit einer Ausnahme – mit dem Erlangen-Kader antreten. Linksaußen Jens Baumbach wird pausieren und seine Ellbogenverletzung auskurieren.

In viereinhalb Wochen werden die Bittenfelder übrigens in der Punkterunde schon wieder bei der TSG antreten.

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