Ein Top-Team zum Heimauftakt des TVB

Unterschiedlicher könnten die Voraussetzungen vor dem Heimspiel-Debüt des TV Bittenfeld in der neuen Saison nicht sein. Beim TVB machte sich nach der 30:35-Auftaktniederlage in Aue ein bisschen Frust breit. Allzu gerne wäre der Tabellendritte des Vorjahres, auch angesichts des schweren Programms in den nächsten Wochen, mit einem Sieg in die Saison gestartet. „Wir erkennen die gute Leistung von Aue an und wir werden auch nicht die einzige Mannschaft sein, die dort verliert“, sagt TVB-Trainer Günter Schweikardt. Was nichts an der Enttäuschung ändere, weil die Niederlage doch unnötig gewesen sei.

Negative Bilanz des TVB gegen Eisenach

Gewonnen hat auch der erste Heimspielgegner der Bittenfelder nicht, allerdings waren die Eisenacher dicht dran. Gegen den Titelkandidaten Bergischer HC führte der ThSV 50 Minuten lang und musste erst 26 Sekunden vor dem Ende den 32:32-Ausgleich hinnehmen. Das Resultat sorgte für Aufsehen – ganz so überraschend indes war es auch wieder nicht. „Über die Qualitäten der Eisenacher brauchen wir nicht viele Worte verlieren“, sagt Schweikardt. Die seien schon an den jüngsten Resultaten abzulesen.

Die Bilanz der Bittenfelder – inklusive DHB-Pokal – ist äußerst dürftig. In neun Vergleichen haben sie lediglich zweimal den Platz als Sieger verlassen, einmal reichte es zu einem Unentschieden. Hatten die Eisenacher bereits in der vergangenen Saison äußerst ausgebuffte und schwer auszuschaltende Spieler in ihren Reihen, legten sie fürs Qualifikationsjahr noch mal erheblich nach. Mit Eryk Kaluzinski (HSV Hannover) holte Eisenach den früheren Torschützenkönig und laut Schweikardt „einen richtigen Kracher“. Der Pole spielt ebenso im Rückraum wie der Linkshänder Gabor Langhans, der vom Erstligisten Füchse Berlin kommt.

Der Rückraum dürfte damit das Prunkstück der Eisenacher sein. Der Tscheche Tomas Sklenak und Alexander Koke teilen sich die Rolle des Spielgestalters, wobei Sklenak über einen der besten Schlagwürfe der Liga verfügt. Der lettische Nationalspieler Girts Lilienfelds und Daniel Luther vervollständigen die Halbpositionen.

Allzu sehr auf den Rückraum konzentrieren dürfen sich die Bittenfelder jedoch nicht. Das Zusammenspiel von Sklenak und Kreisläufer Benjamin Trautvetter („einer der Besten in der Liga“) gehört zu den großen Stärken der Eisenacher. Stark besetzt sind sie auch im Tor mit dem Tschechen Radek Musil, in der vergangenen Saison der Siebenmeterkiller der Liga, und dem Ex-Gummersbacher Stanislaw Gorobtschuk.

„Wir brauchen eine sehr gute Leistung, um Eisenach zu schlagen“, sagt Schweikardt. „Aber natürlich ist das erste Heimspiel für uns sehr bedeutend. Es wird ein heißer Tanz.“

Der Trainer hat bis auf Marcel Lenz alle Spieler zur Verfügung – und setzt auf die Fans. „Da können wir ruhig ein paar mehr gebrauchen als in der vergangenen Saison.“ Die Bittenfelder Gemeindehalle war zwar in der Regel gut gefüllt, ausverkauft jedoch selten.