Bittenfeld geht das Personal aus

Vier Spiele hatten die Bittenfelder insgesamt zu bestreiten. Trotz der einen oder anderen deutlichen Niederlage war TVB-Trainer Günter Schweikardt mit seinem Team nicht unzufrieden. Schließlich fehlten ihm die angeschlagenen und verhinderten Daniel Sdunek, Arnor Gunnarsson, Tobias Schimmelbauer, Marcel Lenz, Jens Baumbach, Alexander Heib und Jan Forstbauer.

Gegen den französischen Erstligisten US Dunkerque siegte der TVB mit 26:21, gegen den deutschen Erstligisten HSG Wetzlar hatte der Zweitligist bei der 20:25-Niederlage eine Siegchance.

Keine Chance gegen starke Löwen

Bei seinem ersten Auftritt im Turnier am Freitag bekam der TV Bittenfeld gegen die Rhein-Neckar Löwen beim 30:40 die Grenzen aufgezeigt – allerdings standen dem Zweitligisten nur acht Spieler zur Verfügung. Die Löwen ließen von Spielbeginn an keinen Zweifel an ihrer Favoritenrolle in der Gruppe B aufkommen und hatten den deutlich besseren Start.

Bittenfeld startete mit vielen Fehlern und geriet dadurch schnell sechs Tore in Rückstand. Weil der Erstligist bereits nach zehn Minuten das Tempo reduzierte, hielt Bittenfeld den Abstand zumindest konstant und ging mit dem 15:21-Rückstand in die Pause. In der zweiten Halbzeit legten die Löwen einen Gang zu und sorgten für ein schnelles Ende jeglicher Bittenfelder Hoffnungen bis zum 49:30-Sieg. Bester Werfer der Bittenfelder war Adrian Wehner mit zehn Toren.

Im zweiten Spiel lief’s beim TVB trotz der 20:25-Niederlage gegen die HSG Wetzlar besser. Der TVB machte dem Erstligisten das Leben schwer. Zwar gingen die Hessen schnell in Führung, mit der Zeit fand der TVB besser ins Spiel und kam näher. Beim 10:9-Pausenstand für die HSG war alles offen. Nach dem Seitenwechsel baute die HSG den Vorsprung auf 18:11 aus. Nach einer Auszeit verkürzte der TVB wieder, musste sich aber letztlich mit 20:25 geschlagen geben.

HSG Wetzlar: Weber, Kristjansson (1), Fäth (4), Mraz (1), Loh (1), Schmidt (2/2), Ludwig (1), Friedrich (4), Jungwirth (3), Müller (2), Salzer (4), Valo (2).

TV Bittenfeld: Rutschmann, Weiß (9), Schöbinger (4), Heib (3/2), Seiz (1), Kienzle (1), Baumgarten (1), Wehner (1).

Spannend war das letzte Vorrundenspiel zwischen dem TV Bittenfeld und USDK Dunkerque, das der TVB mit 26:21 (14:11) für sich entschied. Für beide Teams ging es um den ersten Turniersieg. Die Führung wechselte munter hin und her, ehe Bittenfeld, allen voran Kreisläufer Simon Baumgarten, besser ins Spiel kam und die Angriffsbemühungen der Franzosen unterband. Bis auf sechs Tore war der TVB davongezogen, ehe Dunkerque sich wieder herankämpfte zum 14:11-Pausenstand. Im zweiten Abschnitt kämpften die Franzosen verbissen und gingen in der 38. Minute mit 18:17 in Führung. Nun entwickelte sich eine heiß umkämpfte Partie, wobei Bittenfeld von einer Überzahl profitierte und letztendlich souverän mit ins Spiel um Platz fünf einzog.

TV Bittenfeld: Rutschmann; Schöbinger (8/3), Kienzle (2), Weiß (4), Schweikardt (3), Heib (2), Baumgarten (4), Wehner (1), Seiz (1), Krammer (1).

USDK Dunkerque: Gerad, Siffert; Afgour (3), Lamon (2), Touati (7/1), Darsoulant (2), Oskarsson (1), Nilsson (2), Mokrani (2), Drange (2).

Chancenlos waren die Bittenfelder im Spiel um Platz fünf gegen den Erstligisten HBW Balingen-Weilstetten beim 24:41. Dabei fehlten dem TVB gleich sieben Stammspieler. Obschon Bastian Rutschmann im Bittenfelder Kasten eine ordentliche Leistung zeigte, setzte sich der HBW über Gegenstöße bis zur zehnten Minute auf 8:3 ab. Auch eine Auszeit weckte Bittenfeld nicht aus seiner Lethargie, das an Nikola Marinovic und der HBW-Abwehr verzweifelte. Balingen setzte sich über 12:5 (17.) und 16:8 (25.) bis zur Pause auf 21:9 ab. Auch nach der Pause war Balingen überlegen und erspielte sich über 28:15 (41.) und 35:19 (49.) deutlich mit 41:24 durch.

HBW Balingen-Weilstetten: Marinovic, Bar; Herth (7/3), Mitkov (7), Temelkov (5/2), Lobedank (5), Bürkle (4), Ilitsch (3), Sauer (3), Ettwein (3), Schlinger (2), Boisedu (2), Strobel.

TV Bittenfeld: Rutschmann, Schmidl; Kienzle (8), Wehner (4), Schweikardt (3), Baumgarten (3), Weiß (2), Raudi (1), Seiz (1), Drobek (1), Schöbinger (1/1), Heib.

Im spannenden und hochklassigen Endspiel zwischen den Erstligisten HSV Hamburg und den Rhein-Neckar Löwen setzte sich der HSV mit 32:31 (15:18) durch. Dritter wurde FA Göppingen, das die HSG Wetzlar mit 21:20 bezwang.