Angespannt und konzentriert

Vier Spiele in Folge hat der TV Bittenfeld gewonnen, die Konkurrenten dagegen wackelten. Der Bergische HC unterlag in Delitzsch und musste sich gegen Aue mit einem Punkt zufriedengeben. Für den TV Hüttenberg reichte es gegen Saarlouis nur zu einem 29:29, und auch in Delitzsch gab’s am Samstag nichts zu holen. Damit haben sich die Bittenfelder auch nach Verlustpunkten auf den zweiten Rang geschoben.

Und die Chancen, aus dem einen Punkt Vorsprung zwei Zähler zu machen, sind nicht schlecht: Für die Hüttenberger steht am 5. Mai das Nachholspiel bei der TSG Friesenheim an. Der Tabellenführer könnte mit einem Sieg den Direktaufstieg so gut wie klar machen. Ziemlich unwahrscheinlich ist’s, dass die TSG in den restlichen vier Spielen vier Punkte lässt. Eine Niederlage gegen Hüttenberg indes könnte die Bittenfelder wieder ins Spiel bringen im Kampf um den Direktaufstieg.

Immer vorausgesetzt, der TVB holt die maximale Punktzahl aus den Spielen in Obernburg, gegen Essen und Bietigheim und zum Abschluss in Saarlouis. „Wenn wir keine Schwäche zeigen, müssen die anderen erst nachziehen“, sagt TVB-Trainer Günter Schweikardt. Für den TVB spricht nicht nur der eine Punkt Vorsprung, sondern auch das weit bessere Torverhältnis. Nach den zuletzt knappen Resultaten gewann der TVB die jüngsten beiden Spiele mit jeweils sechs Toren Unterschied.

Im Gegensatz zur Konkurrenz mussten die Bittenfelder in dieser Saison noch keine Schlappe einstecken. Von den sieben Niederlagen in 30 Spielen fielen zwei mit vier Toren Differenz aus – mehr ließ der TVB nicht zu. „Wir haben das Torverhältnis im Blick“, sagt Schweikardt. Aus diesem Grund habe er gegen Coburg – beim Stand von 36:30 – auch 16 Sekunden vor dem Ende noch eine Auszeit genommen. Der 37. Treffer gelang zwar nicht mehr, doch auch so war der Coach sehr zufrieden nach dem Sieg gegen „eine wiedererstarkte Coburger Mannschaft“.

Tolle Aktionen, die man nicht jeden Tag sieht

Nicht ganz mit den ersten 30 Minuten, als seine Abwehr zu nachlässig agiert und dem Angriff der Fluss gefehlt habe. Nach der Pause habe es viel besser ausgesehen. „Wir hatten tolle Aktionen, die man nicht jeden Tag sieht, und am Ende den längeren Atem.“ Das war nicht selbstverständlich, schließlich waren etliche Bittenfelder angeschlagen ins Spiel gegangen. Beispielsweise Adrian Wehner und Sebastian Seitner. Wehner hatte gerade seinen Hexenschuss auskuriert, Seitner verletzte sich unter der Woche im Training am Sprunggelenk und spielte unter Schmerzen. Ausgerechnet diese beiden waren die auffälligsten Spieler. „Alle Achtung, wie sie gespielt haben, das war schon klasse“, sagt Schweikardt. Auch Simon Baumgarten, Marcel Lenz, Florian Schöbinger und nach der Pause Alexander Heib hätten ihre Aufgaben sehr gut erledigt.

Am Freitag geht’s zum Vorletzten Obernburg. Dreimal spielte der TVB bei der Tuspo, dreimal ging er leer aus. Statistiken haben Schweikardt aber noch nie interessiert. „Natürlich sind wir alle angespannt, Trainer und Spieler“, sagt er. Andererseits: Den Obernburgern wird’s nicht anders gehen.