„Bittenfeld ist der richtige Verein für mich“

Herr Gunnarsson, wann haben Sie sich entschieden, Reykjavik zu verlassen?

Als ich das Angebot bekam, in Bittenfeld zu spielen.

War Deutschland Ihre erste Wahl oder spielten Sie mit dem Gedanken, in ein anderes Land zu wechseln?

Es war immer schon mein Traum, nach Deutschland zu gehen. Meiner Meinung ist es das beste Land, um Handball zu spielen.

War es für Ihre Entscheidung bedeutend, ob Ihr künftiger Verein in der ersten oder zweiten Bundesliga spielt?

Die zweite Liga ist ein enormer Aufstieg für mich. Ich denke, das Niveau ist sehr hoch hier. Und natürlich werde ich alles dafür tun, damit der TV Bittenfeld aufsteigt.

Wie kamen Sie in Kontakt mit dem TV Bittenfeld?

Mein Spielerberater Sören Gerster hat mir erzählt, dass der TV Bittenfeld an mir interessiert sei.

Ist es richtig, dass Sie ein Spiel des TVB in der Porsche-Arena gesehen haben?

Ja, das stimmt.

Wie hat es Ihnen gefallen?

Es war klasse, 6000 Zuschauer und eine Menge Lärm. Es kann nicht besser sein.

Haben Sie Kontakt zu Björgvin Gustavsson aufgenommen, bevor Sie sich für einen Wechsel zum TV Bittenfeld entschieden haben?

Ja, ich habe mit ihm gesprochen, er ist ein guter Freund von mir. Er sagte mir, es sei großartig, in Bittenfeld zu spielen. Er hat den Trainer und die Mannschaft gelobt. Außerdem würden viele nette Leute hier leben.

Warum haben Sie sich letztlich für Bittenfeld entschieden und nicht für einen anderen Club?

Es hatten mehrere Clubs Interesse an mir. Aber als ich nach Bittenfeld kam, mochte ich den Club gleich sehr und ich dachte, das ist der richtige Verein für mich.

Welche Ziele haben Sie sich fürs erste Jahr in Deutschland gesetzt?

Sollte der TV Bittenfeld dann in der zweiten Liga spielen, will ich mithelfen, dass er aufsteigt. Außerdem möchte ich mich persönlich weiterentwickeln und möglichst viele Spiele machen.

Wann werden Sie nach Bittenfeld umziehen?

Günter Schweikardt sagte mir, das Training beginnt am 10. Juli. Ich werde also Anfang Juli da sein.

Ihr Bruder Aron spielt in der zweiten englischen Liga bei Coventry City Fußball. Haben Sie noch andere sportlich erfolgreiche Brüder oder Schwestern?

Mein älterer Bruder spielte viele Jahre in Island Handball und Fußball. Auch mein Vater hat lange Zeit in Island Handball gespielt.

Haben Sie eine Idee, warum sich Jürgen Schweikardt besonders darüber freut, dass Sie sich für Bittenfeld entschieden haben?

Er hat mir gesagt, er habe in einem Video ein Tor von mir gesehen und seinem Vater dann geraten, mich zu kaufen (lacht).

Nun, Jürgen Schweikardt liebt – wie Sie auch – das Pokerspiel. Aber er mag keine langweiligen Fahrten zu den Auswärtsspielen.

Ja, ich freue mich schon darauf, mit Jürgen zu pokern.