Wild Boys gewinnen in der Arena

Stuttgart. Es war ein zäher Beginn am Freitagabend vor 5300 Zuschauern in der Stuttgarter Porsche-Arena. Zwar waren die Bittenfelder mit ihren ersten drei Angriffen mit 3:0 in Führung gegangen, das sollte es bis zur Pause aber auch schon mit der Herrlichkeit gewesen sein – was freilich vornehmlich an Gabor Pulay lag, der mit seinen Paraden im Tor der Gäste zum besten Mann der ersten Halbzeit avancierte. So scheiterten die Bittenfelder gleich mit zwei Strafwürfen und zahlreichen weiteren hochkarätige Chancen am erfahrenen Ungarn. Und weil auch die Quote der technischen Fehler hoch war, konnte sich der TVB nicht frühzeitig von den achtplatzierten Nordsachsen absetzen. Nur gut, dass das Team um Trainer Günter Schweikardt wenigstens in der Defensive überzeugte und Bastian Rutschmann im Tor ebenfalls einen guten Tag erwischt hatte. So wurden beim Stande von 10:10 die Seiten gewechselt.

Nach Wiederanpfiff war es der Tabellendritte, der den besseren Start erwischte und sich binnen sieben Minuten auf 15:12 absetze. Einen größeren Vorsprung aber ließen die Gäste nicht zu. Im Gegenteil: in der 47. Minute war die Partie beim 20:20 wieder völlig offen. Die Entscheidung zu Gunsten der Gastgeber fiel erst zwischen der 53. und 55. Minute. Nachdem Jürgen Schweikardt mit seinem fünften verwandelten Strafwurf zum 25:22 erfolgreich war, der kurz zuvor eingewechselte TVB-Keeper Daniel Sdunek im Gegenzug einen Siebenmeter vereitelte, Florian Schöbinger mit einem Dreher vom Kreis zum 26:22 traf und Alexander Heib nach einem technischen Fehler der Gäste per Gegenstoß das 27:22 erzielte, war die Gegenwehr der Delitzscher gebrochen. Am Ende durfte sich der TVB nicht nur über den 29:25-Erfolg freuen, sondern auch über die Wiedergutmachung der 23:27-Hinspielniederlage. Durch das gleichzeitig Remis der Hüttenberger in Leichlingen am Freitagabend beträgt der Abstand des TVB auf den Zweiten nunmehr nur noch einen Punkt.

Erfolgreichster Werfer beim TV Bittenfeld war Jürgen Schweikardt (11:5), bei den Nordsachsen Ulrich Streitenberger (6/4).