Erst Hauk und Häfner, jetzt fällt auch noch Drobek aus

TSG Münster (7. Platz, 35:29 Punkte) – TV Bittenfeld (9. Platz, 34:30 Punkte/Samstag, 18 Uhr). Sehr gefreut hat sich TVB-Trainer Günter Schweikardt, wie sich sein ersatzgeschwächtes und angeschlagenes Team das Unentschieden gegen Eisenach erkämpft hat. „Das zeigt, welche Moral die Mannschaft hat und welches Potenzial in ihr steckt“, sagt er.

Durch die Siege der HR Ortenau und der SG BBM Bietigheim in den Nachholspielen unter der Woche rutschte der TVB zwar von Rang sieben auf neun zurück. Der Rückstand auf den Tabellenvierten ThSV Eisenach beträgt allerdings nach wie vor nur zwei Punkte. Mit zwei Siegen in den letzten beiden Spielen können die Bittenfelder noch Boden gutmachen.

Theoretisch. In der Praxis sieht das anders aus. Die lange und kräftezehrende Runde macht sich bei den Bittenfeldern deutlich bemerkbar. Auf Marco Hauk und Kai Häfner muss Günter Schweikardt schon länger verzichten, nun fällt auch noch der Abwehrchef aus: Ludek Drobek spielte schon gegen Eisenach mit Schmerzen an der Achillessehne, in Münster will der Trainer nichts riskieren und wird Drobek pausieren lassen.

Schweikardt bleibt damit seinem Motto treu, nach Möglichkeit keine angeschlagenen Spieler einzusetzen. „Das ist für andere Spieler, die bisher nicht so in der Verantwortung standen, die Gelegenheit.“ Ins Team zurückkehren wird Evgeni Prasolov, der seine Bronchitis auskuriert hat. Auch Patrick Kleefeld wird nach längerer Zeit wieder dabei sein. Froh ist der Trainer, dass Florian Schöbinger einigermaßen fit ist – „auch wenn er noch Trainingsrückstand hat“. Schweikardt plant, dem dritten Torhüter Felix Schmidl Spielanteile zu geben. „Auch wenn uns der eine oder andere Schlüsselspieler fehlen wird, heißt das nicht, dass wir das Spiel verloren geben.“ Das Ziel, ein einstelliger Tabellenplatz, steht nach wie vor. Zwei Punkte aus zwei Spielen braucht der TVB dazu mindestens. In Münster wird er es allerdings sehr schwer haben. Im Hinspiel hatten die Bittenfelder vor allem mit dem routinierten Rückraum der Münsteraner ihre liebe Müh’ und Not. Die ehemaligen Nationalspieler Jan-Olaf Immel (33) und Steffen Weber (36) sowie der reaktivierte Ziad Rejab lenken das Spiel der TSG. Stark besetzt ist der Bittenfelder Gegner auch auf den Außenpositionen: Links hat Spielertrainer Immel die Qual der Wahl zwischen dem erfahrenen Axel Buschsieper und dem Dritten der Torschützenliste, Sven Pausch. Rechts spielt Junioren-Nationalspieler Daniel Wernig.