Keinen Millimeter nachlassen

TV Bittenfeld (12. Platz, 25:27 Punkte) – TV Hüttenberg (5. Platz, 31:21 Punkte/Samstag, 19.30 Uhr). Das 33:27 bei der HR Ortenau zeigte, dass der TV Bittenfeld plötzlich auch auswärts mit gehörigem Selbstvertrauen auftritt und sich nicht einschüchtern lässt. Dass der Gegner die harte Gangart der Bittenfelder kritisierte, wertet TVB-Co-Trainer Klaus Hüppchen als Kompliment. „Die Schiedsrichter sind dazu da, die Aktionen zu beurteilen“, sagt er. „Und sie haben gesagt, es war alles in Ordnung. Wir haben nie unfair gespielt.“

Ortenau habe zwar mit einer Rumpfmannschaft gespielt, dem TVB aber nichts geschenkt und „ordentlich Gas gegeben“. Mit dem TV Hüttenberg kommt morgen eine der vielen Mannschaften in die Gemeindehalle, die sich noch Hoffnungen machen auf den zweiten Platz und damit die Aufstiegsspiele. Obwohl’s bei der Mannschaft von Trainer Jan Gorr zuletzt nicht rundlief, hat sie nur zwei Punkte Rückstand auf den Tabellenzweiten Bergischer HC. Zuletzt mühte sich Hüttenberg zu einem 24:23-Sieg gegen Tuspo Obernburg. Davor hatte sich der TVH überraschend bei der HG Oftersheim/Schwetzingen (25:27) und gegen den HSC Coburg (24:29) geschlagen geben müssen.

Mitentscheidend für die Niederlagen war das Fehlen von Florian Laudt. Hüppchen geht davon aus, dass der Spielgestalter morgen wieder dabei sein wird. „Er ist der Motor und Chef im Spiel der Hüttenberger“, sagt er. Zuletzt ersetzte ihn Mario Wener aber ordentlich. Verletzt waren zuletzt auch die beiden Rechtsaußen Florian Langenbach und Florian Billek. Gegen Obernburg rettete der 40-jährige ehemalige polnische Nationaltorhüter Waldemar Strzelek den Hüttenbergern den Sieg. Gut besetzt ist der Bittenfelder Gegner auch am Kreis mit Arne Rigterink und Christian Stelzenbach sowie im Rückraum mit Mario Allendörfer, Peter Dettling und dem Polen Tomek Jezewski.

Hüppchen hat Respekt vor dem Gegner, will aber die Punkte unter allen Umständen in Bittenfeld behalten. „Unsere jüngsten Leistungen stimmen zwar zuversichtlich“, sagt er. „Aber die Spieler wissen auch, dass sie keinen Millimeter nachlassen dürfen, solange wir nicht gesichert sind.“ Die Mannschaft sei heiß darauf zu beweisen, dass sie einem weiteren Spitzenteam Paroli bieten kann. Hüppchen hofft, dass die Bittenfelder Zuschauer die guten Vorstellungen der Mannschaft honorieren werden. „Es wäre schön, wenn nicht nur 900, sondern 1200 Fans kämen.“

Der TVB wird mit demselben Kader wie bei der HR Ortenau antreten. Kai Häfner wird fehlen, er spielt mit Göppingen in Großwallstadt. Sebastian Seitner, der in Schutterwald nach seiner Sehnenverletzung zu einem Kurzeinsatz kam, wird voraussichtlich wieder mehr Spielanteile bekommen. In den jüngsten Trainingseinheiten seien Fortschritte zu erkennen gewesen. Wobei Hüppchen wie schon in Schutterwald kein Risiko eingehen will. „Wir haben noch ein paar Spiele, in denen wir ihn auch brauchen.“ Das Hinspiel verlor TVB in Hüttenberg mit 25:32.