HR Ortenau stellt Insolvenzantrag

Wenn’s ganz dumm läuft, werdendem TV Bittenfeld die beiden gewonnenen Punkte gegen Ortenau abgezogen. Die Situation ist ziemlich verworren sagt Rainer Heib vom TV Bittenfeld. Weil der HR Ortenau wichtige Sponsoren abgesprungen sind (wir haben berichtet), fehlt den Badenern eine Viertelmillion Euro in der Kasse. Mehr als 150.000 Euro waren bis Montag vergangener Woche durch Spenden zusammengekommen. Es fehlen aber immer noch rund 100.000. Nun hat die HR einen Insolvenzantrag gestellt. Der Verein rechne damit, dass zum 1. April das Insolvenzverfahren eröffnet werde, sagte Beiratschef Peter Schaub gegenüber der Deutschen Presseagentur. Sollte Ortenau bis dahin den fehlenden Betrag beisammen haben, werde der Insolvenzantrag wieder zurückgezogen. Wie’s im anderen Fall weitergeht, weiß keiner so recht. Die Sache ist ziemlich verworren, sagt der Bittenfelder Rainer Heib, der sich mit der Angelegenheit befasst hat. Beim DHB sagt keiner, wo’s hingeht. Raum für Spekulationen gibt’s reichlich. Es kann sein, dass Ortenau am 1. April schon nicht mehr antritt, sagt Heib. Es kann aber auch sein, dass es im Mai erst den Spielbetrieb einstellt. 

Letzteres indes kann sich Heib nicht so richtig vorstellen. Schließlich müssten sich die Spieler anderen Vereinen präsentieren. Fest stehe, dass die HR Ortenau im Falle des Insolvenzverfahrens als erster Absteiger feststehe. Auf die Zahl der sportlichen Absteiger hätte das aber keinen Einfluss, sagt Heib. Das bedeutet, die HR Ortenau wäre der dritte Absteiger. Hinzu kommen der Letzte und Vorletzte sowie eventuell der Drittletzte, falls der in den Relegationsspielen gegen den Drittletzten der Nord-Staffel unterlegen sein sollte. Viel schlimmer für die Bittenfelder wäre aber, wenn ihnen die beiden Punkte aus dem Sieg gegen Ortenau in der Porsche- Arena abgezogen würden. Wie allen anderen auch, die gegen Ortenau gewonnen haben. Das Problem aus Sicht der Bittenfelder: Von den Abstiegskonkurrenten ist dies mit Ausnahme von Coburg keinem gelungen. Die Tabelle hätte ein ganz anderes Bild, sollte tatsächlich so entschieden werden. Der Drei-Punkte-Vorsprung des TV Bittenfeld auf den Relegationsplatz schrumpfte auf einen Zähler. Dann könnte es noch mal ganz eng werden für uns, sagt Rainer Heib.